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Oman: Das arabische Märchenland

Bunte Märkte mit Weihrauchduft, traditionell bekleidete Männer mit Silber verzierten Krummdolchen, beeindruckende Festungen und jahrhundertealte Ingenieurskunst. Das Sultanat Oman versprüht wie kaum ein anderes Land auf der Arabischen Halbinsel den Zauber des Orients und die Geschichten der Märchen aus 1001 Nacht. Wer die Heimat des Märchenhelden Sindbad besucht, wird schnell den Charme der gastfreundlichen Menschen schätzen und lieben lernen. Zudem begeistert Oman mit einer unglaublichen, landschaftlichen Vielfalt aus Sand- und Steinwüsten, schroffen Bergen, tiefblauen Fjorden, saftigen Wiesen und grünen Oasen. In unserem EWTC-Blog werfen wir einen Blick auf Land, Leute, Natur und Kultur und stellen bemerkenswerte Orte vor, die Oman besonders auszeichnen.

Muscat: Omans vielseitige Hauptstadt

Von ca. vier Millionen Einwohnern im Sultanat Oman leben allein in Muscat und der sogenannten Capital Area über eine Million Einwohner. Die Stadt erstreckt sich –teilweise unterbrochen durch schroffe Felsen – über 50 Kilometer entlang der Küste des Golf von Oman und vereint mehrere Gemeinden. Die Stadt ist gekennzeichnet von einer modernen Infrastruktur, jedoch ohne den Prunk und Protz futuristischer Bauprojekte. Die Stadt zeigt sich wohlhabend, aber ruhig und weitläufig mit blühenden Gärten, grünen Parks, Stränden und einer sehenswerten Corniche.

Im historischen Muscat lässt sich noch gut die bewegte Geschichte des Landes nachvollziehen: Die portugiesischen Besatzern erbauten im 16. Jahrhundert zwei Forts, die Old Muscat eingrenzen. Das Fort Jalali und das Fort Mirani wurden mehrmals restauriert und dürfen nur noch per Sondergenehmigung besichtigt werden. Zwischen beiden Festungen ließ Herrscher Sultan Qaboos 1974 den neuen Al Alam Royal Palace erbauen, der heute das Zentrum von Old Muscat beherrscht. Direkt gegenüber des Palastes befindet sich mit dem National Museum ein sehenswertes Zeugnis omanischen Erbes, in dem über 5000 Kunst- und Kulturschätze des Landes gezeigt werden.

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    Altstadt von Muscat

Wenige Kilometer westlich liegt der Stadtteil Mutrah, der mit einer schönen Corniche (Promenade) am Meer zum gemütlichen Flanieren einlädt und mit dem Mutrah Souk den größten und stimmungsvollsten Basar Omans beherbergt. Dort bieten die Händler handgefertigte Silberwaren, Tücher, Schals, Ringe, Töpfereien, kunstvoll gearbeitete Antiquitäten und die wunderschönen silbernen „Khanjars“- arabische Krummdolche – feil.

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    Mutrah Corniche

Seit 2011 ist Muscat um ein kulturelles Highlight reicher. Das Royal Opera House Muscat ist ganzer Stolz des Landes und zeigt vielseitige Konzerte von klassischer Musik über Jazz bis hin zu Stücken omanisch-arabischer Musiker. Mit seiner rosafarbenen Kalksteinfassade soll das Gebäude an die Wüstenlandschaft Omans erinnern. Bis zu 1.100 Gästen finden im Konzerthaus Platz.
Im Stadtteil Al Ghubrah im Westen Muscats befindet sich seit 2001 mit der Sultan Qaboos Grand Mosque ein weiteres architektonisches Highlight. 20.000 Gläubige finden in der Moschee Platz, die aus rotem Buntsandstein gefertigt wurde. Ein 4263 Quadratmeter großer Teppich aus dem Iran bedeckt den Fußboden und zählt zu den größten Teppichen der Welt. Beeindruckend ist auch der prächtige Kronleuchter, der acht Tonnen wiegt, 14 Meter hoch und acht Meter breit ist. Die Moschee ist eine der wenigen, die auch von Nichtmuslimen besucht werden darf.

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    Große Sultan-Qabus-Moschee

In Muscat können Gäste in mehreren Hotels exklusiv übernachten: Ein Hotel der Extraklasse ist das Al Bustan Palace, A Ritz-Carlton Hotel, das idyllisch eingerahmt ist von den wilden Ausläufern des Hajar-Gebirges und an einer versteckten Strandbucht liegt. Inmitten der Lobby thront ein traumhafter Svarovski-Kristallleuchter, der das orientalische Interieur prunkvoll aufgreift. Das The Chedi Muscat hingegen befindet im Westen der Stadt an einem 370 Meter langen Privatstrand. Das modern-arabische Design und der riesige Palmengarten sorgen für eine vertraute und stimmungsvolle Atmosphäre, die am Abend durch den Einsatz von Feuer-und Lichtelementen noch deutlicher zum Vorschein kommt.

  • Al Bustan Palace, A Ritz-Carlton Hotel

Das omanische Kernland: Nizwa und Al Misfah

Fährt man von Muscat aus in südlicher Richtung durch das Hajar-Gebirge ins Landesinnere, erreicht man nach knapp zwei Stunden die ehemalige Hauptstadt Nizwa. Die Stadt gilt als religiöses Zentrum und war eine der ersten Städte Omans, die islamisiert wurden. Die Shawadhna-Moschee ist ein beeindruckendes Zeugnis vergangener Zeiten, der Grundriss des Baus geht sogar bis ins siebte Jahrhundert zurück. Bekannt ist Nizwa vor allem wegen seines Forts mit einem mächtigen Rundturm aus dem 17. Jahrhundert, den es in dieser Form sonst nirgendwo im Land gibt. Authentisch und geschäftig wird es östlich des Forts, wo sich der Souk von Nizwa ausbreitet. Er besteht aus mehreren einzelnen Basaren, die Silberschmuck, Antiquitäten, Gewürze, Obst, Gemüse und Handwerk anbieten. Ein besonderer Markt findet jeden Freitagmorgen von Sonnenaufgang bis maximal 11 Uhr statt: Dann verkaufen Händler lebende Ziegen, Schafe und Rinder zum Schlachten. Der Tiersouk ist einer der letzten seiner Art im Oman und ein lohnenswertes und ungewöhnliches Schauspiel.

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    Nizwa Fort

Populär ist die Stadt auch aufgrund ihrer einzigartigen Wasserversorgung: Nizwa war schon immer wegen ihres Wasserreichtums bekannt, aufgrund der groß angelegten (unterirdischen) Bewässerungskanäle wird die Oasenstadt auch heute noch mit reichlich Trinkwasser aus den Bergen des Jebel Akhdar-Massivs versorgt. Die sogenannten aflaj (Singular: Falaj) bestehen schon seit Jahrhunderten, das Wasser gelangt aufgrund des natürlichen Gefälles zu den einzelnen Oasen. Diese Ingenieursleistung wurde sogar 2006 mit der Aufnahme in die Liste zum UNSECO-Weltkulturerbe belohnt.

  • Falaj Oman

In der Umgebung locken zahlreiche Oasendörfer mit viel Grün: Dattelpalmen, Bananen, Mangos und Alfalfagras schmücken die Landschaft. Als eine der schönsten Ortschaften im Bergmassiv des Al Jebel Akhdar gilt  Al Misfah Al Abriyeen. Es heißt sogar, der Ort sei das Lieblingsdorf von Sultan Qaboos. Inmitten des beeindruckenden Falaj-System mit vielen Quellen, herrlichen Palmengärten, ursprünglichen, alten Lehmhäuser und atemberaubenden Aussichten fühlt man sich wie in einer orientalischen Märchenwelt.

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    Misfah Al Abriyeen

Um die bezaubernde und spektakuläre Bergwelt am „Grünen Berg“ rund um Nizwa erleben zu können, bietet sich ein Aufenthalt in einem einmaligen Luxushotel mit atemberaubendem Panorama an. Das Anantara Jabal Akhdar Resort liegt auf einem 2.000 Meter hohen Felsplateau am Rande einer tiefen Schlucht und Ausblicken auf das kernig-schroffe Hajar-Gebirge. Die atmosphärischen Sonnenuntergänge sind schlicht und einfach fantastisch und tauchen die Landschaft in ein mystisches und kräftiges Licht.

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    Anantara Jabal Akhdar Resort

Die Exklave Omans: Musandam – Das Norwegen Arabiens

Bizarre Felsen in Höhen bis zu 2000 Meter, türkisblaue Buchten, Lagunen und tief eingeschnittene Fjorde bestimmen das Landschaftsbild auf der südöstlichsten Spitze der Arabischen Halbinsel. Das Gebiet rund um die Meeresstraße von Hormuz war und ist noch immer ein Sehnsuchtsort für Abenteurer. Die Halbinsel Musandam gehört seit dem 18. Jahrhundert zum Oman und ist für seine zerklüftete und unwegsame Bergwelt berüchtigt. Eine Anreise auf dem Landweg bleibt beschwerlich und nimmt viel Zeit in Anspruch. Wer sich den Aufwand ersparen möchte, erreicht von Muscat aus innerhalb einer Flugstunde die Hauptstadt der Exklave Khasab. Die kleine Hafenstadt ist Ausgangspunkt für Touren durch die kargen, aber wunderschönen, hoch aufragenden Felsen der Fjorde Musandams. Nicht umsonst wird diese Gegend auch als Norwegen Arabiens bezeichnet. Verschiedene Agenturen bieten unterschiedliche Tagesausflüge auf einer Dhau an: Eine Fahrt durch den 16 Kilometer langen Khor Sham, eine Tour zur Bucht von Kumzar -der nördlichsten Spitze Musandams –, mehrtägige Expeditionen durch Gebirge und Meeresbuchten oder erstklassige Schnorchel- und Tauchausflüge erwarten den abenteuerlustigen Reisenden. Speziell die Unterwasserwelt an der Straße von Hormuz hat eine bunte und reichhaltige Artenvielfalt vorzuweisen. Walhaie, Delfine, Schildkröten und Stachelrochen leben im Gewässer. Außerdem finden Taucher kleine Korallenriffe und viele Felsblöcke sind mit Korallen bewachsen.

  • Musandam

Nicht direkt an den Fjorden Musandams, aber herrlich eingerahmt in die zerklüftete Bergwelt Musandams gelegen, achtet das Six Senses Zighy Bay vor allem auf einen umwelt- und ressourcenschonenden Betrieb und stellt seinen Fokus auf ein natürliches Hotelerlebnis. Nur lokale und natürliche Materialien kamen beim Bau zum Einsatz, das Ergebnis ist eine Luxusanlage im traditionell omanischen Stil mit vielen Stein- und Holzelementen in einem bezaubernden, hochwertigen Arrangement. Die Ruhe und Abgeschiedenheit des Ortes sorgt für beste Erholung mit luxuriösen Annehmlichkeiten. Eine Anreise ist von Dubai aus zu empfehlen, die Fahrt zum Six Senses Zighy Bay beträgt rund zwei Stunden.

  • Six Senses Zighy Bay

Wadis und Wüsten: Der Osten Omans

Auf dem Weg von Muscat in Richtung Südosten nach Sur verläuft eine gut befahrbare Straße, die teilweise schöne Blicke auf die Küste freihält. Während der Fahrt fällt auf, dass an der Strecke zwischen steil aufragenden Bergketten mehrere sogenannte Wadis (Trockentäler) abzweigen. Folgt man den Wadis, öffnen sich an vielen Stellen fruchtbare Oasen mit kleinen Siedlungen, viel Grün und klaren, türkis schimmernden Wasserbecken. Die Wadis entspringen aus unterirdischen Quellen des Hajar-Gebirges, das Wasser tritt erst bei vermehrten Regenfällen an die Oberfläche oder sammelt sich an bestimmten Stellen, weswegen viele Wadis breitere Pools führen. Ausflüge zu Wadis versprechen eine erfrischende Abkühlung inmitten einer faszinierenden Landschaft. Die Wadis Bani Khalid, As Shab oder Tiwi zählen zu den schönsten im Oman und begeistern mit steilen Felswänden, üppiger Vegetation, Wasserfällen, Obstplantagen und vielen Wadi-Pools zum Schwimmen.

  • Wadi As Shab

Überquert man die Gebirgskette südwestlich der Regionalhauptstadt Sur, bietet sich nach rund 50 Kilometern ein völlig anderes Bild. Meterhoch türmen sich in einer Breite von 100 Kilometern und einer Länge von mehr als 200 Kilometern gewaltige Sanddünen in einer Höhe von bis zu 150 Metern auf. Die als Sharqiya Sands bekannte Wüste zeigt sich unwirtlich und lebensfeindlich. Hier spielen Sand, Sonne und Hitze die Hauptrolle. Wer eine einzigartige Wüstenerfahrung erleben möchte, kann im 1000 Nights Camp den Zauber der Wüste mit dem funkelnden Sternenhimmel hautnah mit eigenen Augen sehen. Das im Beduinenstil errichtete Camp bietet komfortabel eingerichtete Zelte im arabischen Stil und mehrere Aktivitäten wie Wanderungen, Kamelausritte oder Sandboarding.

  • 1000 Nights Camp

Im Süden Omans: Das Land des Weihrauchs und des khareef

Dass das Sultanat Oman in jeglicher Hinsicht überrascht, wird besonders im Süden des Landes offensichtlich. Tausend Kilometer südlich von Muscat liegt die Region Dhofar, die für ihre vielen Weihrauchbäume bekannt ist. Aber auch die sandigen Ausläufer der Rub Al Khali Wüste, das karge Gelände des Dhofar-Gebirges und die geografische Lage im Einzugsgebiet auslaufender Monsunwinde bestimmen die Landschaft. Die klimatischen Einflüsse vom Indischen Ozean aber verursachen das wohl spektakulärste Naturphänomen des Landes: Jedes Jahr von Mitte Juni bis Mitte September ist der Südwestmonsun khareef für sehr viel Nieselregen verantwortlich, der die Region in eine für die Arabische Halbinsel untypische Landschaft verwandelt. Es entstehen saftige Wiesen, breite Flüsse, Wasserfälle und riesige Ackerflächen.

  • Region Dhofar khareef

Während dieser Zeit findet in Salalah, der Hauptstadt der Region Dhofar, einen ganzen Monat lang ein Kulturfestival statt, bei dem die historischen Traditionen Omans im Vordergrund stehen. Ein Besuch in dieser Jahreszeit muss gut geplant sein, denn die Jahreszeit lockt viele ausländische Besucher in die Region. Salalah ist auch abseits des Festivals einen Besuch wert , die Stadt steckt voller Attraktionen: Die archäologische Ausgrabungsstätte Al Baleed mit Museum zeigt Überreste einer mittelalterlichen Hafenstadt und ist UNSECO-Weltkulturerbe, im Weihrauchsouk finden sich vielfältigste Sorten des Duftharzes, die Gärten der Stadt erblühen in tropischen Farben und im Naturschutzgebiet Khor Salalah leben unter anderem Pelikane und Flamingos.

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    Al Baleed - Archäologische Ausgrabungsstätte

Umgeben vom Indischen Ozean und einer artenreichen Lagune hat sich das bezaubernde Al Baleed Resort Salalah by Anantara eingenistet. Im tropischen Ambiente finden Gäste einen stilvollen, ruhigen und geräumigen Ort mit einem herrlich weißen Sandstrand und kurzen Wegen in die Stadt.

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    Al Baleed Resort Salalah by Anantara

Salalah ist in 1,5 Flugstunden von Muscat aus zu erreichen, Oman Air fliegt täglich bis zu fünfmal zwischen beiden Städten hin und zurück.

Haben Sie Lust auf  Oman bekommen und möchten das vielfältige Land besuchen? Unsere Reise-Experten von EWTC können Ihnen noch viele weitere Tipps zu Ausflugszielen im Land geben. Rufen Sie uns unter Telefon 0221 – 80 11 12 0 an, wir beraten Sie gerne ausführlich über Omans vielfältige Highlights.

Weiter Informationen rund um das Sultanat Oman finden Sie auch auf www.experienceoman.om