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Eine Dubai-Reise in Zeiten von Corona

EWTC-Reisebericht aus Dubai in Zeiten der Coronavirus-Pandemie

Nach Dubai reisen in Zeiten der Coronavirus-Pandemie? Ist das aktuell überhaupt möglich? Trotz der immer noch gültigen Reisewarnung für die Vereinigten Arabischen Emirate dürfen Touristen seit dem 07. Juli 2020 wieder nach Dubai einreisen. Zwar gelten momentan besondere Bedingungen bei der Ein- und Ausreise, einem erholsamen Urlaub in der arabischen Metropole steht deswegen aber nichts im Weg. Wie eine Reise in Zeiten von Covid-19 nach Dubai aussieht, haben kürzlich A. und B. Günther* aus Frankfurt/Main persönlich erfahren dürfen. Die EWTC-Kunden verbrachten eine Woche im Luxushotel Jumeirah Al Naseem und konnten sich mit allen Neuerungen vertraut machen. Ihr Fazit: Alles lief unproblematisch ab und die Entscheidung, die Reise anzutreten, war genau richtig. Wie ihr Dubai Urlaub im Detail ablief, lesen Sie im Reisebericht des Ehepaars. 

*Namen wurde von der Redaktion geändert

Was gibt es bei der Reiseplanung für die Einreise nach Dubai zu beachten?

Im Vorfeld unserer Dubai-Reise waren wir schon etwas skeptisch: Sollen wir wirklich in Pandemiezeiten in den Flieger nach Dubai steigen? Wie hoch ist das Ansteckungsrisiko mit dem Covid-19-Erreger bei solch einer Reise? Und ist Dubai aktuell überhaupt ein sicheres Reiseziel? Mit diesen und weiteren Fragen haben wir uns an die EWTC-Reiseberaterin Claudia Kunze gewandt. Unsere Befürchtungen konnte sie sehr schnell beseitigen.

Dubai Reisebereicht Header
Das Jumeirah Al Naseem begrüßt wieder internationale Gäste

Zwar gebe es wie in jeder anderen Destination und generell auf jeder Reise ein gewisses Ansteckungsrisiko durch Corona, doch insbesondere das Emirat Dubai betreibt einen hohen Aufwand, das Reisen so sicher wie möglich zu machen. So konnte Frau Kunze uns sehr professionell und sachkundig vermitteln, dass die Einreisebedingungen für eine Reise nach Dubai gewiss aufwendiger seien, alle Reisende jedoch sehr gut abgesichert sind. Also haben wir beschlossen, das „Wagnis“ auf uns zu nehmen und den Urlaub zu buchen.

Was benötigen Reisende vor dem Check-in nach Dubai?

Die Reiseplanung ist coronabedingt umfassender, aber überschaubar. Wir haben rechtzeitig den nötigen PCR-Covid-19-Test absolviert (96 Stunden vor Check-in) und nach etwas mehr als 24 Stunden unser negatives Testergebnis in ausgedruckter Form erhalten. Am Flughafen in Frankfurt/Main hatten wir zum Check-in das Testergebnis und die erforderlichen Formulare der Health Declaration und der Quarantine Procedure Declaration ausgefüllt und ausgedruckt dabei.

Checkin Dxb
Der Check-in Schalter von Emirates ist mit Plexiglasscheiben von den Passagieren getrennt

Mit dem EWTC 5-Sterne-Premiumschutz von Hanse Merkur waren wir auch umfassend mit der erforderlichen Auslandskrankenversicherung inklusive Corona-Schutz ausgestattet. So konnten wir problemlos am Schalter von Emirates einchecken und uns zum Gate begeben. Mit dem vorgeschrieben Download der Covid-19 DXB-App auf unserem Smartphone waren wir auch digital gut für unsere Reise gerüstet.

Wie läuft das Prozedere am Flughafen und im Flieger ab?

Am Flughafen und im Flugzeug gilt eine Maskenpflicht. Für uns eine Selbstverständlichkeit, außerdem sind wir den Mund-Nasen-Schutz bereits im Alltag gewohnt. Zusammen mit den Abstandsmaßnahmen von mindestens 1,5 Metern, Bodenmarkierungen, Hinweisschildern und Schaltern mit Plexiglasabtrennungen erleben wir den Flughafen als sicheren Startpunkt für unsere Reise.

Hygienekit Ek
Die Flugbegleiter von Emirates händigen am Flughafen Hygienekits aus
Ek Coronacrew
Emirates-Flugbegleiterin in Schutzkleidung

An Bord unseres Emirates-Fluges waren die Flugbegleiter mit vollständiger, persönlicher Schutzausrüstung gekleidet. Nur zu den Mahlzeiten durften wir unsere Masken abnehmen. Die Kabinencrew versorgte uns zudem mit einem Hygienekit, bestehend aus Maske, Handschuhen, Desinfektionsmittel und antibakteriellen Tüchern. Besonders lehrreich war die Information der Airline, dass die Kabinenluft ständig mit modernen, HEPA-Luftfiltern gereinigt wird, die ähnlich wie die Filter in Krankenhäusern funktionieren. Unglaubliche 99,97% aller Bakterien, Viren und anderen mikroskopischen Partikeln werden durch die Filter entfernt. Alle 2 bis 3 Minuten wird so Frischluft aus dem Freien in das Flugzeug geleitet. Hinzu kommt, dass alle Toiletten regelmäßig desinfiziert wurden. So konnten wir unseren sechsstündigen Flug nach Dubai fast in gewohnter Manier genießen.

Ankunft, Passkontrolle und Transfer: So sieht die Ankunft am Flughafen in Dubai aus

Im Vorfeld unserer Reise haben wir bei EWTC den Meet & Greet Service von Marhaba gebucht. Damit konnten wir die „Fast-Track“-Schlange bei der Passkontrolle nutzen, wurden persönlich von einem Portier abgeholt, der uns schnell durch das Flughafengebäude geleitet hat und uns mit unserem Gepäck behilflich war.

Emirates Quarantine
Das Flugpersonal von Emirates hilft bei Fragen rund um Covid-19 gerne weiter

Nachdem wir das Terminalgebäude verlassen haben, stand auch schon unser persönlicher Chauffeur von Alpha Tours bereit, der uns schließlich in einer schicken Limousine zu unserem Hotel brachte. Auf Nachfrage wurde uns bestätigt, dass der Transferwagen nach jeder Fahrt aufwendig desinfiziert wird und alle Kontaktflächen ausgiebig gereinigt  werden.   

Ankunft im Luxushotel: Check-in im Jumeirah Al Naseem

Im Hotelkomplex des Madinat Jumeirah angekommen, lief der Check-in im Jumeirah Al Naseem deutlich anders als üblich ab. Schon vor dem Betreten des Hotelfoyers wurde unsere Körpertemperatur gemessen, die Hotelmitarbeiter haben mit Dampf unsere Koffer besprüht und desinfiziert, Maskenpflicht und Mindestabstände von zwei Metern sind sowieso in allen öffentlichen Bereichen obligatorisch.

Ankunft Al Naseem
Mittlerweile herrscht bei der Ankunft im Jumeirah Al Naseem sowohl für das Hotelpersonal als auch für Gäste Maskenpflicht in der Lobby

Wir haben sogar beobachten können, dass teilweise bis zu dreimal am Tag sämtliche Hotelbereiche mit Dampfstrahlern gereinigt wurden. Und für die Gäste liegen auch an vielen Stellen Mund-Nasen-Schutzmasken und Desinfektionsspender bereit. Unser Zimmer wurde täglich gelüftet und penibel gereinigt, Hygieneartikel standen auch dort zur Verfügung. Zudem wurde uns mitgeteilt, dass unsere Unterkunft bis zum Tag unserer Ankunft drei Tage lang leer stand.

Gibt es in Dubai Einschränkungen in der Gastronomie durch Covid-19?

Die gastronomischen Einrichtungen waren zwar nicht alle geöffnet, trotzdem konnten wir die hervorragende Qualität in den Restaurants genießen. Neu waren die Temperaturmessungen vor dem Betreten der Lokale. Auffällig war auch, dass alle Tische in großem Abstand zueinander standen und es keine Buffetstationen zum Frühstück und zum Abendessen mehr gab. Stattdessen durften wir unsere Speisen aus der reichhaltigen Karte auswählen.

Koch Al Naseem
Buffets gibt es in Pandemiezeiten nicht, dafür eine Art „Semi-Buffet“, bei dem die Köche die Teller der Gäste selbst befüllen

Alkoholische Getränke wurden nur in Kombination mit Speisen serviert. Diese Regelung betraf vor allem auch den Getränkeservice am Pool, was uns jedoch überhaupt nicht störte. Im Gegenteil, an dieser Maßnahme haben wir großen Gefallen gefunden. Eine schöne Idee ist auch die Dine Around-Option der Jumeirah Hotelgruppe. So konnten wir unsere Halbpension auch in den Partnerhotels in der Stadt einlösen, wie z.B. im Jumeirah Beach Hotel oder im Jumeirah Emirates Towers.  

Pool, Strand und Wasserpark in Dubai: Was ist trotz Covid-19 möglich?

Der Privatstrand des Madinat Jumeirah sowie alle Poolanlagen sind regulär geöffnet. Jedoch sind die Liegen am Pool und am Strand mindestens zwei Meter voneinander getrennt, sodass wir den Kontakt mit anderen Gästen so gering wie möglich halten konnten. Bewegten wir uns am Strand oder auf der Poolanlage entlang, mussten wir unsere Masken tragen, jedoch nicht am Platz selbst.

Jumeirah Al Naseem Pool
An den Pools im Jumeirah Al Naseem gelten Abstandsregelungen

Im Pool und im Meer durften wir sie auch ablegen. Zum Zeitpunkt unserer Reise hatte sogar der Wild Wadi Waterpark und das Fitnessstudio wieder geöffnet. Nur das Spa war noch geschlossen. Die Hygienemaßnahmen hinderten uns nicht daran, das tolle Wetter und die entspannenden Momente im Wasser zu genießen, der Entspannungsfaktor war wie gewohnt sehr hoch. 

Was müssen Dubai-Touristen vor der Abreise nach Deutschland beachten?

Bereits vier Tage vor unserer Abreise kam ein Butler auf uns zu, um mit uns einen Termin für den erforderlichen Covid-19-Test für die Rückreise zu vereinbaren. Dieser wird zwingend beim Check-in für den Rückflug am Flughafen von Dubai verlangt. Drei Tage vor Abflug wurde dieser dann im Hotel durchgeführt, wir mussten uns um nichts kümmern – außer der Bezahlung natürlich. Da wir vor Ort getestet wurden, waren die Kosten etwas höher als üblich. Doch wer seinen Flug mit Emirates gebucht hat, kann sich in mehreren Kliniken in Dubai für lediglich 150 AED (ca. 35 €) testen lassen. Am Tag des Rückflugs haben wir dann das Testergebnis am Emirates-Schalter vorgelegt. So konnten wir problemlos an Bord des Fliegers und die Rückreise antreten. Da das Emirat Dubai nicht mehr zur Liste der internationalen Risikogebiete des Robert-Koch-Instituts zählt*, waren wir in Deutschland auch nicht mehr verpflichtet, einen Covid-19 Test vorzunehmen, geschweige denn einen Quarantäneaufenthalt zuhause verbringen.

Jumeirah Al Naseem Aerial Drone
Den Gästen von EWTC zufolge war der Dubai-Urlaub trotz der Corona-Maßnahmen ein voller Erfolg

Im Rückblick sind wir überaus froh, diese Reise angetreten zu haben! Die strengen und sorgfältig eingehaltenen Hygienemaßnahmen in Dubai haben uns zu jederzeit einen sicheren Aufenthalt beschert. In Dubai wird wirklich nichts dem Zufall überlassen, an praktisch jeder Stelle wird darauf geachtet, dass der Urlaub sauber, ansteckungsfrei, aber trotzdem erholsam abläuft. Darüber hinaus ist das Hotelpersonal vor Ort stets freundlich, hilfsbereit, bestens geschult und perfekt auf die neuen Sicherheitsvorkehrungen eingestellt.

*Seit dem 23.09.2020 zählen die Vereinigten Arabischen Emirate wieder zur Liste der internationalen Risikogebiete des RKI.