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Südtirol: Wieder entdeckt

Von den Gipfeln der Dolomiten bis in die Täler präsentiert sich Südtirol in neuem Glanz. Wir haben den Landstrich inmitten der Alpen für Sie wieder entdeckt! Die italienische Region hat ihren Charme behalten und viel dazugewonnen. Zeitgenössische Luxushotels sprießen zwischen den Bergen und in den Restaurants gibt es Spitzenküche auf höchstem Niveau – passend zur herausragenden Landschaft.

Für Südtirols Berge und Täler braucht es Körpereinsatz, egal zu welcher Jahreszeit. Rund 85 Prozent der Landesfläche liegen mehr als 1.000 Meter über dem Meer. Die 300 Sonnentage jährlich sind eine Einladung, die Natur aktiv zu erleben: sowohl beim Schneeschuhwandern oder Skifahren als auch bei einer sommerlichen Trekkingtour durch das UNESCO-Welterbe der Dolomiten. Letztere sind sicher der größte Anziehungspunkt der Region. Die markanten Drei Zinnen zum Beispiel, oder der Ortler, der zwar nicht direkt zum Dolomitengebiet gehört, aber mit seinen fast 4.000 Metern der höchste Berg Südtirols und der Ostalpen ist.

Messner Mountain Museen

Der Abenteurer Reinhold Messner hat nicht nur seine Südtiroler Heimat berühmt gemacht: Mit seinen insgesamt sechs Messner Mountain Museen hat er sich selbst ein Denkmal gesetzt. Tiefgründig beleuchtet er darin die Bergwelt und deren Eroberung durch den Menschen. Zu diesem Zweck wurden Schlösser umfunktioniert und Höhlen frei gelegt. Natürlich spielen dabei seine ganz persönlichen Erlebnisse eine große Rolle. Zu bewundern sind die Museen beispielsweise auf Schloss Sigmundskron bei Bozen oder auf seinem Privatschloss Juval nahe Naturns im Vinschgau. Über den Berg an sich geredet und nachgedacht wird auch beim International Mountain Summit (IMS) jeden Spätherbst in Brixen. Bergsteigerelite, Breitensportler und Bergbegeisterte sitzen beisammen, tauschen sich aus, streiten schon mal und lassen die Gipfelsaison gemütlich ausklingen.

Meraner Land

Mediterranes Flair, eine mittelalterliche Altstadt und pittoreskes Bergpanorama erwartet die Besucher in der Kurstadt Meran. Neben dem gesunden Klima hat der Ort ein Wellness-Zentrum und ein Thermalbad zu bieten, wo vor allem Gelenks und Kreislauferkrankungen gelindert werden sollen. Meran liegt am Zusammenfluss von Etsch und Passer und ist die zweitgrößte Stadt Südtirols. Gleich vier Täler kommen im sechs Kilometer breiten Meraner Becken zusammen: Vinschgau, Etschtal, Passeiertal und Ultental. Wunderschön ist ein Spaziergang entlang der Meraner Promenaden oder auf dem Tappeiner Weg. Über den Tiroler Steig kann man bis nach Dorf Tirol spazieren und bei gutem Wetter die Aussicht vom Küchlberg über den Vinschgau und das Etschtal genießen.

Immer mit der Ruhe

Der allgemeine Wellness-Trend hat längst auch die luxuriösen Berghotels erfasst. So bieten ausnahmslos alle neuen EWTC-Partnerhotels in Südtirol wunderschöne Wellness-Landschaften. Ein guter Grund, es im Urlaub ruhig angehen zu lassen. Die Südtiroler selbst als gemächlich zu bezeichnen, ist dagegen falsch: 25 Prozent der rund 500.000 Südtiroler sind in Sportvereinen organisiert und tummeln sich regelmäßig in den Bergen. In die Quere kommt man sich in Südtirol trotzdem kaum. Denn rund 17.000 Kilometer Wanderwege geben Orientierung in kontrastreicher Kulturlandschaft und lassen genug Platz für Unberührtes – lediglich etwas mehr als zwei Prozent sind besiedelt.

  • Kühe auf der Alm

Im Herbst wird getörggelt

„Törggelen“ ist weit mehr als ein herbstlicher Brauch oder eine kulinarisch eingefärbte Wanderung von Hof zu Hof. Törggelen ist eine Lebenshaltung, eine in Südtirol fest verankerte Stimmung, eine fünfte Jahreszeit für die Region. Wenn der milde Herbst ins Land zieht, setzen sich die Menschen gerne gemeinsam an einen Tisch, genießen die Früchte ihrer Arbeit und lassen es sich gut gehen. Dazu gehören Wein, Kastanien, Äpfel und viele andere heimische Produkte. Die gute Stube bieten die vielen Südtiroler Buschen- und Hofschänken. Mitzubringen sind Zeit, Hunger und Lust, sich sprachlich schnell zwischen Dialekt, Deutsch und oft auch Italienisch zu bewegen. Törggelen geht nur dort, wo Kastanienbäume und Wein wachsen, sollte von einer Wanderung begleitet sein und ist dann richtig, wenn man den Speck direkt vom Holzbrett isst. Der Begriff Törggelen stammt von „Torggl“, was Weinpresse bedeutet.

Im Zeichen der Keschtn

Untrennbar mit dem Törggelen verbunden sind die „Keschtn“, wie die Kastanien liebevoll von den Südtirolern genannt werden. Die Verbreitung und Aufwertung der Kastanie ist mit großer Wahrscheinlichkeit den Klöstern zuzuschreiben. Die Kestnsupp oder Fiseilnsupp, eine Suppe aus Kastanien und Bohnen, war als Fastenspeise in Klosterküchen sehr bekannt und beliebt. Noch heute trifft man in Südtirol überall auf die braune Frucht – ob in der Küche oder bei Wellness-Anwendungen. Die bekannte Süßspeise Kastanienherz hat ihren Ursprung in Bozen. Sie besteht aus lokal angebauten Edelkastanien, Schlagsahne, Puderzucker und einem Überzug aus dunkler Schokolade. Feste zur Frucht gibt es auch, beispielsweise das Gassltörggelen in Klausen (19. und 26.9. sowie 3.10.2015) oder die Keschtnigl in Felthurns vom 17. Oktober bis 8. November 2015, wo man sich der Kastanie von der kulturellen Seite nähert. Rund um das Örtchen Tisens im Meraner Land steht beim Keschtnriggl dann vom 17. Oktober bis 1. November 2015 alles im Zeichen der Kastanie. Der Keschtnriggl ist übrigens ein geflochtener Rüttelkorb, der das Schälen der gebratenen Kastanien erleichtern soll.

 

Wussten Sie schon, dass…

  • Im Tauferer Ahrntal 80 Dreitausender stehen?
  • Glurns im Vinschgau mit 850 Einwohnern die kleinste Stadt Italiens ist?
  • Südtirol als ältestes Weinbaugebiet im deutschsprachigen Raum gilt?
  • Etwa 18.000 Bewohner Südtirols noch heute die ladinische Sprachkultur – eine über 2.000 Jahre alte Mischung aus Latein und Rätisch – pflegen?
  • Es in Südtirol in jeder Gemeinde (116) durchschnittlich zwei Musikkapellen (211) gibt?
  • Der Südtiroler Hans Kammerlander als erster Mensch vom höchsten Berg der Welt, dem Mount Everest (8.848 Meter), mit Skiern abgefahren ist?
  • Dolomiti Superski mit insgesamt 1.220 Pistenkilometern und 465 Berg- und Liftanlagen das größte Skikarussel der WElt ist?
  • Südtirol eine der Destinationen mit den meisten Hauben- und Sterne-Restaurants im Verhältnis zur Bevölkerungsdichte ist? 22 Sterne und 125 Hauben vergaben der Guide Michelin und Gault Millau für 2015 nach Südtirol.
  • Es über 800 Burgen, Schlösser, Ruinen und Ansitze in Südtirol gibt?

 

Von null auf 2.000 in sieben Minuten

Die neue Bergbahn Meran 2000 ist der ganze Stolz der Region. Rund 17 Millionen Euro wurden in den „roten Blitz“ investiert, um eine der modernsten Seilbahnen weltweit zu installieren. Bis zu 120 Personen befördert sie in nur sieben Minuten von der Kurstadt Meran in die umliegende Bergwelt. Seit die neue Bergbahn in Betrieb ist, werden mehr einzelne Berg- und Talfahrten verkauft. Spaziergänger fahren nach oben und Mütter mit dem Kinderwagen. Besucher spielen auf der Sonnenterrasse an ihren iPads herum. Um den aktuellen Bedürfnissen der Touristen gerecht zu werden, wurde eine eigene WLAN-Verbindung auf der Bergstation eingerichtet.

Skifahren 4.0

Romantisch und sportlich zugleich geht es im winterlichen Südtirol zu. Frühstarter oder Nachzügler wählen die Ortler Ski Arena und begeben sich Anfang November oder Ende April auf die hochalpinen Pisten ins Schnalstal oder nach Sulden. Klassische Skigenießer wissen Dolomitenpanoramen und Sterneküche in Gipfelnähe in den Skigebieten von „Dolomiti Superski“, dem größten Skiverbund der Welt, zu schätzen. Hier sind insgesamt 12 Skigebiete mit sagenhaften 1.200 Pistenkilometern durch 465 Lifte und Bahnen miteinander verbunden. Neugierige entdecken das Tauferer Ahrntal: Von vielen Bergterrassen lassen sich dort 80 der rund 350 Dreitausender Südtirols genießen.

  • Urige Hütten in Südtirol

Weinprobe im Skianzug

„Könnte ich einen Schluck vom Lagrein bekommen?“ Der Urlauber aus Heidelberg steht vor der Piz-Arlara-Hütte und schwenkt fachmännisch sein Glas. „Wann hat man schon die Möglichkeit, so viele unterschiedliche Südtiroler Weine auf einmal zu verkosten, und das vor diesem Panorama“, schwärmt er. Der 40-Jährige fährt nicht nur leidenschaftlich Ski, er ist auch ein großer Weinliebhaber – und damit genau richtig auf der Wein-Ski-Safari. Schließlich gehört der Wein zu Südtirol wie das Skifahren – da lag es nahe, die beiden Themen auch auf 2.000 Meter Höhe miteinander zu kombinieren. Einmal pro Jahr findet diese Veranstaltung in Alta Badia statt. Während die Skifahrer hier sonst auf der bekanntesten Ski-Tagestour, der Sellaronda rund um den Sellastock, unterwegs sind, können sie bei der Wein-Ski-Safari von Hütte zu Hütte fahren und jeweils ein anderes Weinanbaugebiet kennenlernen. Moritzino, I Tablá, Piz Arlara, Bioch: Auf jeder Hütte werden Südtiroler Weine präsentiert, dazu gibt es Speck, Schüttelbrot und Käse.

Winter-Romantik

Besonders romantisch ist Südtirol in der Vorweihnachtszeit. Urlauber genießen knisterndes Kaminfeuer in den Chalets und Suiten der Hotels, lassen es sich bei wärmenden Wellness-Anwendungen nach einem aktiven Tag im Schnee gut gehen, während draußen sanft die Flocken fallen. In Meran findet zwischen 26. November und 6. Januar einer der bekanntesten und schönsten Weihnachtsmärkte Europas statt. Hier trifft städtische Weihnachtstradition auf moderne und vom Jugendstil geprägte Ästhetik der historischen Kurstadt. Die innovativen, zeitgenössischen Holzstände sind so angelegt, dass es auch bei großem Andrang nicht eng wird. Blickfang sind die Thermen Kugln, eine Reihe überdimensionaler Christbaumkugeln. Sie bieten Platz für den Genuss traditioneller Südtiroler Spezialitäten. Sommer oder Winter: Südtirol hält zu jeder Jahreszeit landschaftliche Schönheit, charmante Kultur und kulinarische Genüsse bereit. Wann kommen Sie?

Anreise: schnell und komfortabel nach Südtirol
In die Alpensonne führen mehrere Wege: Neben der Autoanfahrt oder der nachhaltigen Variante mit der Bahn ist der Flug nach Bergamo, Venedig, Treviso oder Mailand eine Alternative. Von hier geht es dann mit dem Zug oder dem Südtirol-Bus weiter ans Ziel. Er verbindet die Flughäfen bis zu fünfmal täglich mit den diversen Städten und Dörfern Südtirols. Die modernen Reisebusse fahren direkt vor den Terminals ab und benötigen je nach Ziel rund zwei Stunden.

Rufen Sie uns an unter 02 21.80 11 12-0 und lassen Sie sich von unseren ortskundigen Reiseexperten beraten.