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Street Food weltweit: Trend mit Tradition

Internationales Street Food ist als Alternative zur deutschen Currywurst derzeit in aller Munde und ein heißer Trend. Viele bringen das kulinarische Verlangen und die kreativen Geschäftsideen von ihren Reisen mit nach Hause. Mittlerweile finden in deutschen Großstädten sogar ganze Street-Food-Festivals nach US-amerikanischem Vorbild statt, die sich um den schnellen Snack am Straßenrand drehen. Doch was vermeintlich neu ist, hat in den meisten Ländern eine lange Tradition. Wir haben ein paar Klassiker und Trends der Straßenküche aus den EWTC-Reiseländern zusammengefasst!

Thailand: Garküchen und Nachtmärkte

In Asien ist das Essen auf Rädern schon lange fester Bestandteil des Alltags. Beispielsweise in Bangkok stehen tausende mobile Garküchen tagtäglich auf den Straßen der thailändischen Hauptstadt, um die Einheimischen mit kleinen Gaumenfreuden zu versorgen– eine überwältigende kulinarische Vielfalt! Die thailändische Küche zählt zu den Besten der Welt. Ihren unverwechselbaren Geschmack erhalten Thaigerichte durch Zutaten wie

  • Korianderblätter
  • Zitronengras
  • Currygewürze
  • Fischsoße
  • Kokosmilch
  • und natürlich Chilis

Aber Vorsicht, denn wer es nicht so feurig wie die Einheimischen mag, sagt besser mai päd („nicht scharf“) bei der Bestellung.

Sukhumvit Soi 38

Streetfood in Bangkok: Sukhumvit Soi 38

Pad Thai

Nationalgericht Phad Thai von der bekannten Garküche Phad Thai Fire Look

Einen guten ersten Eindruck vom Streetfood in Bangkok können sich Besucher beim bekannten Nachtmarkt Sukhumvit Soi 38 im Stadtteil Thong Lo an der gleichnamigen Metrohaltestelle verschaffen. Er ist beliebt bei Einwohnern und Touristen zugleich. Vom Nationalgericht Pad Thai bis hin zu erfrischenden Frucht-Shakes gibt es eine breite Auswahl.

EWTC-Expertentipp:
„Sehr bekannt ist der Stand Pad Thai Fire Look in der hinteren Ecke einer kleinen Seitengasse am Anfang der Soi 38, wo grüne und gelbe Metalltische sowie helles Licht von Neonröhren für authentisches Flair sorgen. Dabei ist der Name Programm: Hinter emporschießenden Flammen und aufsteigendem Dampf steht Mr. Dum und brät sein berühmtes Nudelgericht. Bekanntheit erlangte er durch seinen Sieg bei einem Kochwettbewerb im nationalen Fernsehen.“
Rene Faßbender, Marketing & PR

Wer die Soi 38 weiter erkundet, entdeckt an einem Grill in der Mitte der Straße einen jungen Thai, der sich fast die Finger verbrennt während er ständig Satay Spieße, die auf einer langen Reihe über der glühenden Holzkohle liegen, umdreht. Dazu gibt es Erdnuss-Soße und am besten noch ein kühles Chang Bier. Ein köstlicher Nachtisch wartet an den Ständen mit den gelb leuchtenden Mangos: Die süße Frucht zusammen mit Klebreis und Kokosmilch (Khao Niaow Ma Muang) ist einfach eine perfekte Kombination!

Sate Spiesse

Satay Spieße mit Erdnuss-Soße, etwas Salat und einem kühlen Chang Bier

Mango Sticky Rice

Hier gibt es das Dessert Khao Niaow Ma Muang: Klebreis mit süßer Mango und Kokosmilch

Vietnam: Baguette und Beef

Wer hätte das gedacht: Ein üppig belegtes Baguette ist eine der beliebtesten Snacks in Vietnam. Das Saigon-Baguette (Bàhn mì Sài Gòn oder nur Bàhn mì) ist ein kulinarisches Relikt der französischen Kolonialzeit. In die aufgeschnittene Brotstange kommt eine reiche Füllung ganz nach Belieben:

  • Schinken
  • Leberpastete
  • Tofu
  • Gurke
  • Koriander
  • Frühlingszwiebeln
  • Chili

Kleingehackte, eingelegte Karotten und weißer Rettich mit Fischsauce gehören zu den Grundzutaten. Das Baguette nach südostasiatischer Art wird auch in westlichen Großstädten wie New York oder Berlin besonders dort wo sich die vietnamesischen Viertel befinden immer populärer. In Düsseldorf kann man in den zwei Filialen von Anh Bành Mì das exotische Street Food probieren.

Anh-Banh-Mi

Baguette à la Vietnam: Bành Mì

Pho

Das beliebteste Street Food in Vietnam: Pho

Hinter der kurzen Bezeichnung Pho versteckt sich die Nummer eins des vietnamesischen Street Foods. Das simple, aber sehr schmackhafte Gericht ist eine Suppe auf Basis einer Brühe mit Rindfleisch (oft auch Geflügel), Reisnudeln und Gewürzen. Weitere Zutaten zum Garnieren sind Sproßen, Zwiebeln, Chilis, Thai-Basilikum und Koriander. Sie hat ebenfalls ihre Wurzeln in Europa, da vor der französischen Kolonialherrschaft nur Schwein und Hähnchen in Vietnam gegessen wurden. Pho entstand im 20. Jahrhundert und es gibt je nach Region verschiedene Zubereitungsarten. Gegessen wird sie gerne ganztägig: zum Frühstück, zu Mittag und am Abend.

Dubai: Siegeszug der Foodtrucks

Seit kurzem ist Street Food in Form von Foodtrucks auch in Dubai ein Hit: Die rollenden Restaurants heißen Ghaf Kitchen, Melt, Salt oder Desert Chill und versorgen aus den Bäuchen ihrer Trucks heraus die Passanten, Touristen und Geschäftsleute mit Sandwiches, Krabbencocktail, Wagyu-Beef-Burger, Frozen-Yogurt oder Kebabs. Über ihre Social-Media-Kanäle weiß man, wo sie zu finden sind – zum Beispiel am Kite Beach oder vor dem Hotel Vida Downtown Dubai – online kann man sich auch über ihre Tagesangebote und Mittagsmenüs informieren.

Melt Frozen Yoghurt

Der Melt Food Truck bietet in Dubai mit eiskaltem Frozen Yoghurt eine willkommene Abkühlung

Südafrika: Kaninchenfutter auf die Hand

Mit Grünzeug hat der südafrikanische Street-Food-Hit Bunny Chow, was übersetzt „Kaninchenfutter“ bedeutet, nichts viel zu tun. Das Gericht wurde in der Küstenstadt Durban kreiert: Eine dicke Scheibe Weißbrot wird ausgehöhlt und wahlweise mit einem Huhn- oder Lamm-Curry mit Bohnen und weiterem Gemüse gefüllt. Am besten schmeckt es, wenn das Brot bereits viel Sauce aufgesogen hat. Als Beilage gibt es etwas scharfen Karotten- und Zwiebelsalat. Der indische Einfluss stammt von den zahlreichen Einwanderern des Subkontinents, die sich am Kap der guten Hoffnung niedergelassen haben. Wer das südafrikanische Street Food auch mal in Europa probieren möchte, hat in London bei bunnychow die Chance.

Bunny Chow

Südafrikanisches Street Food ist auch in Englands Hauptstadt heiß begehrt: Chakalaka Chicken Bunny bei bunnychow in Soho, London

Südeuropa: Pizza und Tapas

In der italienischen Stadt Neapel begann im 19. Jahrhundert die weltweite Erfolgsgeschichte des internationalen Street-Food-Klassikers überhaupt: Die Pizza ist rund um den Globus beliebt und es gibt sie mit ganz unterschiedlichen Belägen. In Italien liegt sie oft als Take-Away-Snack vorgebacken in rechteckiger Form – Pizza al taglio – in der Auslage. Man sucht sich die gewünschten Stücke aus und bezahlt nach Gewicht. Einfaches Grundrezept, schnell zubereitet und köstlich!

Pizza

Pizza al taglio: Pizzastücke werden in Rom oft mit der Schere geschnitten

In Spanien hat das Essen unter freiem Himmel eine lange Tradition und die kleinen Snacks zum Drink – Tapas – sind mittlerweile auch über die Landesgrenzen hinweg bekannt. Wer es gerne besonders frisch und authentisch mag, besucht einen der Märkte oder eine Markthalle, die es in fast jeder spanischen Stadt gibt. Dort findet man beispielsweise eine nahezu unbegrenzte Auswahl an Oliven, die um Längen besser schmecken, als das was deutsche Supermärkte standardmäßig anbieten. Auf Spießen als Banderillas gibt es sie zusammen mit Allerlei Eingelegtem wie Gurken, Paprika, Zwiebeln, Artichocken oder Sardellen und Wachteleiern – eine Geschmacksexplosion! Tapasbars in den größeren Märkten oder sogenannte Freidurias bieten Meeresfrüchte wie Calamari frisch frittiert oder als Salate an, die mit einem kühlen Bier oder einem guten Weißwein ein wahrer Genuss sind.

Oliven Tapas

Banderillas: Spieße mit Oliven und eingelegtem Gemüse und Meeresfrüchten

Wer dann zum Nachtisch noch das beliebteste Street Food Spaniens probieren möchte, sollte auf die Schilder „hay churros!“ achten. An den Churrerias auf Plätzen, Märkten oder am Straßenstand gibt es das in heißem Öl frittierte, längliche Gebäck, das sich Einheimische gerne mit nach Hause nehmen oder direkt an der Straße verspeisen.

Street-Food-Festivals: Internationale Gaumenfreuden in Ihrer Nähe

Wer sich hierzulande geschmacklich schon einmal in Stimmung bringen möchte, kann das nächste Street-Food-Festival in Köln, Düsseldorf, Duisburg, Mainz, Bremen oder wo immer Sie wohnen, besuchen! Am 11./12. April findet beispielsweise in Dortmund ein großer Straßenschmaus statt!

Die Organisatoren Till Riekenbrauk, Vincent Schmidt und Mathes Robel versprechen dabei ein wunderbares Wochenende voller kulinarischer Genüsse! Am Kultur- und Kreativitätszentrum „Depot“ in Dortmund (U-Bahnhaltestelle Immermannstraße) können Sie diesen Samstag und Sonntag jeweils von 12 bis 20 Uhr Ihre ganz persönliche kulinarische Weltreise erleben. Der Eintritt beträgt drei Euro.

„Wir erwarten dieses Wochenende in Dortmund an die 30 Stände“, sagt Vincent Schmidt, einer der Organisatoren des Street-Food-Festivals. „Für Abwechslung und eine große Vielfalt ist also gesorgt. Der Aufbau des Fests ist bereits in vollem Gange, sodass wir Sie diesen Samstag ab 12 Uhr zunächst im Indoorbereich, und ab 16 Uhr dann auch draußen gerne begrüßen. Wir freuen uns auf Sie!“

Die nächsten Termine der Street-Food-Festivals:

  • 11./12. April: Dortmund
  • 18./19. April: Köln
  • 02./03. Mai: Düsseldorf
  • 16./17. Mai: Mainz
Street Food Festival

Street-Food-Festival in Düsseldorf – Erik Spilles / www.spilles-photography.de

Street Food Festival Duesseldorf

Street Food Festival in Düsseldorf – Erik Spilles / www.spilles-photography.de

Möchten Sie auch gerne Street Food aus der ganzen Welt probieren? Dann besuchen Sie das nächste Street-Food-Festival in Ihrer Nähe oder rufen Sie uns an unter 0221-80 11 12-0. Wir beraten Sie gerne zu unseren köstlich-kulinarischen Reisezielen.

 

Weiterführende Links:

Bücher zum Thema Street Food weltweit:

 

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