Kategorie
Aktuell
Beliebt

Sri Lanka Rundreise: Tee, Tempel & Tiere

Wie ein grüner Smaragd liegt die tropische Insel Sri Lanka – früher als Ceylon bekannt – im Indischen Ozean, umrahmt von goldenen Stränden. Im Inneren finden sich neben den Edelsteinen, für die Sri Lanka eine wahre Fundgrube ist, viele Schmuckstücke: buddhistische Heiligtümer, strahlendgrüne Teeplantagen im Hochland sowie eine vielfältige Flora und Fauna. Auf kleinstem Raum gibt es roße landschaftliche Unterschiede, die ideale Voraussetzungen für eine abwechslungsreiche Rundreise auf Sri Lanka bieten. Kommen Sie mit uns auf die „erhabene Insel“!

Aufgrund ihrer Lage südlich von Indien und ihrer Tropfenform wird die Insel im Indischen Ozean auch „Träne Indiens“ genannt. Durch die Kolonialzeit, den Tsunami und den über Jahre andauernden Bürgerkrieg ist diese Bezeichnung fast schon sinnbildlich. Doch nach den Aufräumarbeiten der Tsunamischäden und dem Ende der Auseinandersetzungen zwischen den Volksgruppen der Singhalesen und Tamilen ist seit 2009 auf der Insel endlich Ruhe eingekehrt. In den letzten Jahren hat sich Sri Lanka rasant entwickelt. Die Konfliktherde lagen im Osten und Norden, wobei der touristisch geprägte Westen und Süden verschont blieben. In den dortigen Küstenregionen, im kulturellen Dreieck sowie im Hochland haben faszinierende neue Hotels eröffnet. In den meisten Fällen wirtschaften diese sehr nachhaltig und sozial verantwortungsvoll, denn die Kultur und Natur werden ideenreich und sanft integriert. Das macht Mut für eine zukunftsorientierte Entwicklung des Tourismus.

  • Sigiriya
    Sigiriya-Fels

Das kulturelle Dreieck

Die Wurzeln Sri Lankas liegen im kulturellen Dreieck zwischen Polonnaruwa, Dambulla und Anuradhapura. Die erste Hauptstadt der singhalesischen Königsdynastien Anuradhapura ist die Heimat eines ganz besonderen buddhistischen Heiligtums: Hier steht der älteste gepflanzte und historisch bekannte Baum der Welt, der Feigenbaum Sri Mahabodhi. Nach einer Überlieferung stammt dieser von der Feige ab, unter der Siddharta Gautama in Indien 534 v. Chr. die Erleuchtung (Bodhi) erlangte und zum weltweit verehrten Buddha wurde. Der Baum mit seinem weit verzweigten Dach ist noch heute Anziehungspunkt und wichtigste Sehenswürdigkeit des Ortes. Daneben finden sich in Anuradhapura einige beeindruckende Dagobas, die mit ihrer runden Form und kalkweißen Farbe als markante Bauten in der grünen Landschaft stehen. Das historische Stadtzentrum gehört seit 1980 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Nach der Zerstörung von Anuradhapura stieg vor 800 Jahren Polonnaruwa zur neuen Hauptstadt auf. Von hier aus regierte der König die weite Ebene. Noch heute lässt sich der ehemalige Glanz bei einem Rundgang durch die offenen, grünen Anlagen gut erkennen. Am Ufer des Bendiwewa-Sees finden sich Ruinen von Tempeln und Palastbauten. Besonders beeindruckend ist die Gruppe in Granitfels gehauener Buddha-Statuen von Gal Vihara. Sie markieren den künstlerischen Höhepunkt der Steinmetzkunst auf Sri Lanka und stellen den „Erwachten“ in vier verschiedenen Positionen dar: stehend, sitzend, meditierend und liegend.

Eine vollkommen andere Atmosphäre findet sich bei der nächsten Station der Sri Lanka Rundreise in den Felshöhlen von Dambulla, die ebenfalls zum kulturellen Dreieck zählen. Nach einem steilen Aufstieg belohnt der Ausblick über die weite Fläche die Mühen und kleine Affen begrüßen die Emporkömmlinge auf dem Plateau. Eingeklemmt unterhalb der graubraunen Felsen liegen weißgestrichene Säulengänge mit in den Stein geschlagenen Eingängen. Wer diese durchschreitet, gelangt in eine mystische Welt mit unzähligen Statuen, Felsmalereien und Gravierungen. Der Komplex aus dem zweiten Jahrhundert v. Chr. umfasst fünf Höhlen mit hinduistischen Götterfiguren sowie Statuen von Buddha und diversen Königen. Dambulla war der Zufluchtsort eines vertriebenen Königs und wurde danach zu einem buddhistischen Kloster mit kunstvollen Verzierungen.

  • Zahntempel Kandy
    Der Zahntempel von Kandy beherbergt die Reliquie von Buddhas Zahn

Buddha auf den Zahn fühlen

Der Weg ins Hochland führt durch Kandy, die letzte Hauptstadt des singhalesischen Königreichs und im Vergleich zu Colombo fast schon ein beschauliches Bergdorf. Mitten im Zentrum, umgeben von Hügeln, liegt der große See, an dessen Ufer die bedeutendste Sehenswürdigkeit steht: der Tempel Sri Dalada Maligawa. Dieser wurde einzig und allein als Aufbewahrungsort für den Backenzahn Buddhas – eine der heiligsten Reliquien im Buddhismus – errichtet. Dreimal täglich kündigen laute Trommeln an, dass der Schrein geöffnet wird. Pilger und Besucher haben dann eine Stunde Zeit, der Zahnreliquie zu huldigen. Vor dem Tempel lassen sich Blumenketten erstehen, um sie als Opfergabe niederzulegen. Nach dem Betreten des Sri Dalada Maligawa strömt der der Duft von Räucherstäbchen in die Nase und in die Ohren dringen die Gesänge und Gebete der Gläubigen – eine sehr andächtige Stimmung. In der oberen Etage stehen alle ruhig und gesittet in einer Schlange, um im Vorbeigehen einen kurzen Blick auf das heilige Objekt zu erhaschen. In einem Fenster nimmt ein Mönch Blumen und Spenden als Opfergaben entgegen. Der Zahn hinter ihm ist nicht direkt zu sehen, sondern befindet sich gut geschützt in einem goldenen Behälter, was den Pilgern jedoch als Anblick ausreicht. Jedes Jahr im Juli wird der heilige Backenzahn Buddhas beim Perahera-Fest der Öffentlichkeit präsentiert. Dann ziehen aufwendig geschmückte Elefanten, Tänzer und Musiker in einer leuchtenden Parade durch die Straßen der Stadt.

  • Die Teepflückerinnen ernten nur die Knospe mit den zwei jüngsten Blättern

Abschalten und Tee trinken

Von Kandy aus führt die Sri Lanka Rundreise weiter in die strahlendgrüne Bergwelt des Hochlandes. Das Auto schlängelt sich vorbei an Teeplantagen, die hier die Landschaft beherrschen. In dem dunstigen, feuchten Klima auf rund 1.500 Metern fühlen sich die Sträucher besonders wohl und gedeihen an den nebelverhangenen Hügeln perfekt. Nur die zwei hellgrünen Blätter an der Spitze mit der Knospe werden geerntet und in die Fabriken gebracht, die wie große Wellblechhallen inmitten der Landschaft stehen. Ein Besuch einer Teeplantage ist vor allem für Liebhaber des Heißgetränks ein Erlebnis. Der schwarze „CeylonTee“ aus Sri Lanka ist berühmt und das Land ist der viertgrößte Teeproduzent der Welt. Der Aufstieg dahin war jedoch eher ein Zufall. Da Schädlinge den zu der Zeit auf Sri Lanka angebauten Kaffee zerstörten, experimentierten um 1850 einige Pioniere, wie der Schotte James Taylor, mit Teepflanzen aus dem indischen Assam. Er ließ die Büsche wachsen, erntete, walzte und trocknete ihre jungen Blätter, die danach aufgebrüht mit heißem Wasser angenehm herb schmeckten. Die Teepflanzen lösten daraufhin den Kaffee auf den Feldern ab. Ein englischer Lebensmittelhändler witterte das Geschäft und kaufte mehrere alte Kaffeeplantagen, um dort die besten Sorten aus Taylors Proben anzubauen. Sein Name war Thomas Lipton und sein „English Breakfast Tea“ hat sich zum weltweiten Klassiker unter den schwarzen Tees entwickelt.

Gewürze, Kräuter & Ayurveda

Der indische Bundestaat Kerala gilt als Geburtsstätte des Ayurveda, von dort aus machte sich die Lehre auf den Weg nach Sri Lanka. Hier wurde das „Wissen vom Leben“ mit der jahrtausendealten Kräuterlehre, wohltuenden Massagen und Bädern verwoben. Pulver und Pillen aus Kräutern, Knollen und Blättern, der Verzicht auf Genussmittel, spezielle Nahrung, früh aufstehen und schlafen gehen: Das sind zentrale Elemente der traditionellen Gesundheitslehre. Im ganzen Land gibt es ayurvedische Krankenhäuser, in denen Einheimische kostenfrei behandelt werden und Medikamente erhalten. Für Urlauber ist Ayurveda auf Sri Lanka jedoch eine angenehme Angelegenheit und somit perfekt zum Entspannen. Sri Lanka gilt als eines der führenden Ayurveda-Reiseziele mit Resorts für alle Geschmäcker. Es gibt beispielsweise Stirngüsse mit warmem Öl, wohltuende Massagen, Schwitzbäder, Yoga-Unterricht und einen ausgewogenen Speiseplan. Von der einzelnen Anwendung bis zur mehrwöchigen medizinischen Kur können Gäste ihr individuelles Ayurveda-Erlebnis buchen.

Elefant, Leopard & Co

Bunt und lebhaft geht es auf Sri Lanka zu, denn nicht nur die Landschaft zeigt sich abwechslungsreich. Die tropische Insel hat eine immens hohe Vielfalt an Tieren und Pflanzen: Graukopf-Seeadler, Ceylon Hutaffen, Lippenbären, Pfauen oder die Froschmaul-Eule mit ihrem überdimensionalen Kopf. Einige der Tierarten sind endemisch und damit nur hier beheimatet. Vor allem Leoparden haben hier eine hohe Population erreicht und lassen sich daher gut in freier Wildbahn beobachten. Ebenso wohl fühlen sich Elefanten: In keinem anderen Land gibt es so viele Dickhäuter auf einmal zu sehen. Nur ein kleiner Teil lebt in Reservaten oder in speziellen Elefantenwaisenhäusern wie in Pinnawela. Die meisten bewegen sich noch heute frei über die Insel. Am besten lassen sich die Elefanten und Leoparden im beliebten Yala-Nationalpark im Südosten der Insel beobachten. Bereits seit 1900 steht das Gebiet unter Naturschutz und 1938 wurde es zum Nationalpark erklärt. Eine JeepSafari führt in die weite Ebene mit aufragenden Felsformationen, Grasflächen, Buschland und Monsunregenwald. Hier leben über 30 Säugetierund 130 Vogelarten. Elefanten baden an den Wasserstellen, Lippenbären sind auf der Suche nach Termiten und Leoparden streifen durch die Wälder. Im Yala-Nationalpark befindet sich die weltweit dichteste Leoparden-Population der Welt. Die Chance, diese seltene Wildkatze zu sichten, ist damit sehr hoch.

  • An der Südküste liegen viele Buchten mit goldgelben, palmengesäumten Stränden

Der Süden: Strände und Kolonialarchitektur

Im Anschluss an die Sri Lanka Rundreise und nach dem Besuch vieler Tempel und Teefelder lockt der Strand: Vor allem im Südwesten gibt es viele Orte, die zu einer Badeverlängerung einladen. Über den goldgelben Sand beugen sich die Palmen und die Wellen rauschen mit weißer Gicht heran – das ergibt ein paradiesisches Bild. Einige Buchten bieten durch die wilde Brandung wunderbare Voraussetzungen für Surfer, andere sind hingegen ruhiger und eignen sich zum Baden im Meer. Während Sri Lankas Städte im Allgemeinen nicht gerade durch Schönheit glänzen, zeigt sich ein Ort besonders hübsch: Rund um den strahlendweißen Leuchtturm am südwestlichen Kap schützen Mauern das wohl schönste Städtchen der Insel, das Galle. Portugiesen, Holländer und Engländer haben in der 350jährigen Geschichte ihre Spuren hinterlassen. Diese lassen sich auch heute noch erkennen, denn die alte Festungsmauer aus Korallen und Granit sowie die mehr als 400 Gebäude sind gut erhalten und wurden in den letzten Jahren restauriert. Die Gassen aus Kopfsteinpflaster laden zu einem gemütlichen Rundgang ein, wobei sich vieles entdecken lässt: verzierte Holztüren, Cafés, Antiquitätenläden und Kolonialhäuser. Im ältesten Gebäude ist das Museum untergebracht, wo Schellackplatten, Grammophone, Schatullen, Kämme aus Schildpatt und vieles mehr die Überbleibsel einer anderen Zeit sind. Gleich drei Kirchen, eine anglikanische, eine protestantische und eine römischkatholische, gibt es in Galle. Vor allem die Groote Kerk aus dem Jahr 1640 ist mit ihren Grabmälern holländischer Seefahrer und einer Orgel aus dem Jahr 1760 sehenswert. Die Meera-Moschen in einem weiß gestrichenen Kolonialbau und der buddhistische Tempel Shri Sudarmalaya unterstreichen das friedliche Miteinander, das heute auf Sri Lanka herrscht.

Die EWTC-Mitarbeiter stellen Ihnen gerne Ihre persönliche Sri Lanka Rundreise zusammen! Lassen Sie sich unverbindlich beraten unter Telefon 02 21.80 11 12-0 oder machen Sie sich ein Bild auf unserer Website über unser Sri-Lanka-Programm.