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Der Charme Nordvietnams: Hanoi und Halong-Bucht

Im dritten Teil unserer EWTC-Blogreihe über Vietnam widmen wir uns dem Norden des Landes mit der Hauptstadt Hanoi und der faszinierenden Kalksteinfelsenlandschaft der Halong-Bucht. Unsere EWTC-Produktmanagerin Janine Tillmanns ist eine echte Hanoi-Expertin und legt Ihnen in ihrem Reisebericht das kulturelle Zentrum mit seinen über sechs Millionen Einwohnern und einem exklusiven Tagesausflug zur Halong-Bucht nahe.

Während viele der Meinung sind, Hanoi könne nicht mehr mit dem aufstrebenden Saigon als Metropole der Zukunft mithalten, empfinde ich diese Einschätzung eher als Argument für einen Besuch der vietnamesischen Hauptstadt. Hanoi mag vielerorts etwas brüchig und veraltet wirken, doch macht für mich genau diese Mischung aus asiatischer Tradition gepaart mit der kolonialistischen Vergangenheit und dem Improvisationstalent der Hanoier den Reiz der Stadt aus. Selbst der für europäische Verhältnisse unzumutbare Schwarm von Motorrollern gehört für mich einfach zur Stadt dazu, zumal auch mittlerweile verkehrsberuhigte Zonen zum Wohle der Touristen an bestimmten Tagen der Woche festgesetzt sind.

Sonnenbrücke am Hoan Kiem See in Hanoi

Die Altstadt von Hanoi und ihre 36 Handwerksgassen

Wer sich in Hanois Altstadt mit seinen charmanten und überladenen 36 Gassen bewegt, wird schnell in die vietnamesische Lebensweise katapultiert. Händler aller Art stellen ihre Waren zur Schau, Food Courts und Garküchen verströmen exotische, wohlriechende Gerüche und Mopeds, Fahrräder oder sonstige fahrtaugliche Untersätze schlängeln sich durch die schmalen Gassen und weichen des Öfteren auch auf die Fußgängerwege aus. Die Straßennamen der Altstadt bezeugen die große handwerkliche und produktive Vergangenheit Hanois. So ist jede einzelne Gasse nach einem Handwerk, einem Material oder einem Gut benannt. Neben einer Holz- oder einer Leitergasse gibt es auch eine Süßigkeitengasse. Besonders gut gefällt mir der Bummel auf der Hang Gai, der Seidengasse, in der noch immer alteingesessene Seidengeschäfte vorzufinden sind, die Seide nach alter Tradition herstellen.

Hanoi und seine außergewöhnliche Kulinarik

Die eigentliche Seele Hanois liegt aber in seiner unglaublichen Vielfalt und Fülle an kulinarischen Highlights. Ohne seine vielen Märkte und Essensstände wäre Vietnam nur halb so spannend. Ein vietnamesisches Sprichwort besagt sogar: „Das beste Essen liegt auf der Straße“. Ich traf während meines Aufenthalts in Hanoi den deutschen Journalisten, Politikwissenschaftler und Historiker Christian Oster, der einen halbtägigen Stadtrundgang durch das Herz Hanois anbietet und sogar schon die Bundeskanzlerin durch die Straßen Hanois führte. Er stellt die traditionellen Märkte, Sitten und Gebräuche der Hanoier in den Fokus seiner Tour. In einer anschaulichen, hintergründigen und lebhaften „Insider-Tour“ vereint er detailreich und unterhaltsam die vietnamesische Geschichte von Konfuzius bis hin zur Gegenwart mit der kulinarischen Seite der Stadt. Ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis wurde zu meinem Lieblingsgericht: Das Cola-Hähnchen. Ein kleines Hähnchen wird in einer Cola- oder Bierdose gegart, mit Kräutern garniert und zusammen mit karamellisiertem Baguette verzehrt, ein perfekter Mix aus Ying und Yang, zugleich ein passender Ausgleich von herzhaft und süß. Der Streifzug durch Hanois Märkte, Garküchen und die vietnamesische Vielfalt begeisterte mich auf Anhieb, die Entdeckungsreise ist nun auch bei EWTC buchbar.

Kulturelle Highlights in Hanoi: Hoan Kiem See und Französisches Viertel

Die Altstadt wird im Süden durch den pittoresken Hoan Kiem See begrenzt. Der See ist wegen seiner beiden kleinen Inseln, auf denen jeweils eine Pagode steht, bekannt: Der Jadebergtempel ist über die Sonnenbrücke zu erreichen, in der Mitte des Sees liegt der Schildkrötenturm. Um Abstand und etwas Ruhe von der Hektik der Großstadt zu gewinnen, spaziere ich gerne um den See herum und sauge die gemütliche Atmosphäre auf. Östlich des Hoan Kiem Sees breitet sich das Französische Viertel mit prächtigen Kolonialbauten aus. Die Oper, mehrere Museen und Luxushotels befinden sich in den etwas großzügiger angelegten Straßen. Auch das renommierte Sofitel Legend Metropole Hanoi, eines der Wahrzeichen und exklusivstes Hotel der Stadt liegt im Französischen Viertel. Bei EWTC können Sie einen Aufenthalt in dieser exquisiten Unterkunft verbringen und sich in die Zeit der „goldenen“ 1920er Jahre zurückversetzen. Sehenswert finde ich auch den Literaturtempel, eine als Nationalakademie erbaute Anlage im Westen Hanois aus dem 11. Jahrhundert. Der Komplex ist in einen gemütlichen Park eingebettet, wo sich die Bewohner Hanois von ihrer sportlichen Seite zeigen.

Halong-Bucht: Smaragdgrünes Wasser und bizarre Kalksteinfelsen

Wenn man länger in Hanoi unterwegs ist, empfiehlt sich auch ein Ausflug zur wunderschönen Halong-Bucht. Ich verbrachte eine Nacht auf einer traditionellen Dschunke im Rahmen einer Zwei-Tages-Tour durch die atemberaubende Kalksteinfelsenlandschaft. Für die Anreise von Hanoi aus benötigte ich ca. 4 Stunden, wobei die Fahrt abwechslungsreich und unterhaltsam ist. Auf der einspurigen Straße begegnete ich kuriosen Verkehrsteilnehmern: Schweine und Hühner in Käfigen auf den Rücksitzen der kleinen Motorroller sind auf der Straße genauso anzutreffen wie voll beladene LKW’s mit Gemüse, Blumen und Baumaterial. Zudem ist die Landschaft sehr reizvoll und ich konnte zahlreichen Reisbauern bei ihrer Ernte zusehen.

Die Halong-Bucht ist ein beeindruckendes geologisches Naturwunder. In einem Gebiet von 1500 Quadratkilometern ragen 1969 Kalkfelsen aus dem Wasser hervor. Die meisten Inseln sind unbewohnt, doch rund um die Felsen leben in den sogenannten schwimmenden Dörfern seit Generationen mehrere hundert Menschen, zumeist Fischerfamilien. Am Hafen von Ha Long angekommen, wartet auch schon die luxuriöse Dschunke „Violet“ auf mich, die mein Zuhause für die kommenden zwei Tage sein wird und auch bei EWTC im Programm ist. An Bord genieße ich den Rundum-Service, die besondere Privatsphäre sowie das leckere und raffinierte vietnamesische Essen. Die Kabinen sind großzügig gestaltet und bieten allen erdenklichen Komfort für eine gelungene Bootstour. In diesem stilvollen Ambiente ist der Blick auf die imposanten, aber auch feingliedrigen Kalkfelsen besonders stimmungsvoll. Vor allem die nächtliche Szenerie und der Sonnenaufgang über dem Meer sind einfach traumhaft schön anzusehen und runden meinen Aufenthalt in Nordvietnam spektakulär ab!

Ein Besuch Hanois einschließlich der Halong –Bucht ist in jedem Fall eine Reise wert. Mit EWTC können Sie spannende Stadtrundfahrten durch die Hauptstadt erleben und exklusive Bootstouren durch die Halong-Bucht einschließlich des Besuchs von Tropfsteinhöhlen unternehmen. Sie möchten individuell und luxuriös durch Nordvietnam reisen? Wir stellen Ihnen Ihr persönliches Reiseprogramm zusammen. Unsere Reiseberater/innen sind Ihnen gerne behilflich. Rufen Sie uns an unter Telefon 0221 – 80 111 20.