Kategorie
Aktuell
Beliebt

Mit EWTC auf Stippvisite in Apulien

Apulien – Der „Stiefelabsatz“ Italiens verkörpert mediterrane Lebensfreude, kulinarische Hochgenüsse, historische Kunstschätze und malerische Küstenabschnitte. Die EWTC-Reiseberaterin Sarah Schröter war vor Kurzem auf Stippvisite in der Provinz Brindisi und hat ein besonderes EWTC-Juwel in der Region besucht – das wunderschöne Fünf-Sterne-Resort Borgo Egnazia. Während ihrer Reise im Süden Italiens hat Sarah spannende Frühjahrs-Ausflüge und vor allem ein rundum perfekt eingespieltes und ästhetisch vollkommenes Luxushotel erleben dürfen. Lesen Sie Sarahs Reisebericht in unserem EWTC-Blog.

Borgo Egnazia: Das perfekte Luxusdorf in Weiß

Lediglich drei Tage habe ich Zeit, das beschauliche Apulien kennenzulernen, dafür erwartet mich aber eine ganz besondere Unterkunft am Stiefelabsatz Italiens. Zwischen den beiden größten Städten der Region Bari und Brindisi unmittelbar an der Adria und idyllisch umgeben von Olivenhainen liegt das edle Luxusresort Borgo Egnazia. Wobei „Resort“ eigentlich nicht ganz treffend ist: Vielmehr wohnen Gäste hier wie in einem italienischen Bilderbuchdorf mit einer „Piazza“ in der Mitte des Ortes, kleinen Gassen mit Kopfsteinpflaster und umgeben von alten, weißen Steinhäusern, die typisch für diese Region sind. Was wie aus der Zeit gefallen zu sein scheint, ist jedoch einem ambitionierten Projekt aus dem Jahr 2010 zu verdanken. Der Architekt Pino Brescia ist für die 150 Millionen Euro teure, ästhetisch glanzvolle und einzigartige Hotelanlage verantwortlich. Insgesamt 183 Zimmer, Suiten und Villen gehören zu drei unterschiedlichen Hotelbereichen.

  • EWTC Blog Apulien Borgo Egnazia
    Uhrenturm Borog Egnazia

Im Hauptgebäude „La Corte“ finden Gäste vier unterschiedliche Zimmerkategorien vor, außerdem sitzt hier das Due Camini Restaurant und das Vair Spa. Rings um das Hauptgebäude liegt der „Il Borgo“– Komplex, der aus Zimmern und Wohnsuiten mit teilweise zwei Etagen und einer Kitchenette besteht. Und wer möglichst viel Privatsphäre und Platz haben möchte, der liegt im Villenbereich mit luxuriösen Annehmlichkeiten wie einem Privatpool genau richtig. Alle Zimmer sowie die komplette Anlage sind ausnahmslos in Weiß- und Cremetönen gehalten, massive Steinwände, Rundbögen und Säulen dominieren das Erscheinungsbild im Borgo Egnazia. Die Gemäuer wirken aber keineswegs kühl, im Gegenteil: Die Wände speichern die Wärme aus dem Sommer für den Winter und während der heißen Jahreszeit sorgen sie für ein frisches Raumklima. Falls jemand doch besonders kälteempfindlich sein sollte, der rollt sich einfach in die gemütlichen Decken ein, die in jedem Zimmer ausliegen.

  • EWTC Blog Apulien Borgo Egnazia
    Lobby Borgo Egnazia

Ich finde es erstaunlich welche Detailversessenheit und liebevolle Feinarbeit in jedem einzelnen Zimmer, in den Restaurants oder rund um das gesamte Gebäudeensemble herrscht. Die Einrichtung, die Textilien und sämtliches Interieur ist in einem tadellosen Zustand und perfekt gepflegt. Jeder Kissenzipfel sitzt haargenau, auf den Möbeln ist von Kratzern keine Spur und selbst auf den Gehwegen samt Grünanlagen ist keine einzige Macke oder Unkraut zu sehen. Für mich hat es den Anschein, als ob im Borgo Engazia der Begriff „strahlend weiß“ erfunden wurde.

Kulinarische Gaumenfreuden im Borgo Egnazia

Wer nach Italien reist, kommt um die kulinarischen Vorzüge des Landes nicht umhin. Gaumenfreuden sind auch in Apulien und besonders im Borgo Egnazia quasi vorprogrammiert. Der ausgesprochen hohen Ästhetik begegne ich wieder am Frühstückstisch. Allein schon die innovative Verbindung aus historischer Architektur und modernen Dekorationselementen mit Glasflaschen als Deckenleuchten, Kräuterzweigen, Rankpflanzen und alten landwirtschaftlichen Geräten an den Wänden machen Lust auf die erste Mahlzeit des Tages. Und wenn dann noch das Hotelpersonal leckere Smoothies aus frischen Früchten und Gemüse presst, kann ich durchaus von Perfektion sprechen. Am Abend haben wir ein hervorragendes Menü im La Frasca Restaurant genießen dürfen. Ich durfte eine besondere Form von Pasta kosten, Sagne Incanulate Pasta – lange, spiralförmige Röhrennudeln, die mit traditionellem Ragout und Pecorino Käse „on top“ serviert wurden – ein Traum! Die Nachspeise – im italienischen als Dolci bekannt – mit Schokoladen- und Haselnusseiscreme festigten den Ruf Italiens als Meister der süßen Eiskugeln.

  • EWTC Blog Apulien Borgo Egnazia
    La Frasca Restaurant

Roadtrip durch Apulien mit einem Oldtimer

Ein weiteres bekanntes Merkmal italienischer Handwerkskunst ist der Bau von schnellen und optisch anspruchsvollen Autos. Das Borgo Egnazia bietet dieser Tradition folgend einen lohnenswerten Ausflug an. Zusammen mit den Automobilliebhabern von Puglia Auto Classica dürfen Gäste in einem Vintage Car aus den 1970er Jahren Platz nehmen und mit dem Oldtimer den süditalienischen Fahrtwind spüren. Für mich stand ein schwarzer Alfa Romeo 2000 Berlina aus dem Jahr 1973 bereit, den ich einen Nachmittag lang “ausführen“ durfte. Das Lenkrad aus Holz, die Sitze aus Alcantara-Leder und das holzvertäfelte Armaturenbrett sind ein echter Hingucker. Jedoch ist die Bedienbarkeit des Vintage-Autos mit der heutiger Modelle kaum vergleichbar. Die schwerfällige Gangschaltung und die fehlende Servolenkung waren anfangs ungewöhnlich, mit der Zeit habe ich mich jedoch an das robuste Gefährt gewöhnt und hatte jede Menge Freude, die Straßen entlang zu fahren.

  • EWTC Blog Apulien Borgo Egnazia
    Vintage Cars im Borgo Egnazia

Unterwegs habe ich eine typisch italienische Ölmühle besichtigen können. Die Antica Masseria Brancati stellt erstklassiges und Natives Olivenöl Extra her. Die 30 Hektar große Farm ist von jahrtausendealten Olivenhainen umgeben, die dem Öl seine charakteristischen Geschmacksnoten verleihen. Die Rezeptur und Herstellung erfolgt immer noch rein mechanisch in Handarbeit und unterliegt strengsten Kontrollen. In guter Erinnerung bleiben mir das Olivenöl-Tasting und die ungeheure Fülle an unterschiedlichen, aromatischen Geschmäckern des flüssigen Golds, das meinen Gaumen regelrecht verzückt hat.

Apulien Blog Borgo Egnazia

Olivenbäume rund ums das Borgo Egnazia in Apulien

Danach fahre ich bis nach Ostuni, die weiße Stadt erkunden wir im Rahmen einer kleinen Walking Tour. Auf einem Hügel in einer Höhe von 230 Metern über dem Meeresspiegel gelegen kann ich hier bis zur Adriaküste hinunterblicken und ein Meer von Olivenbäumen breitet sich bis zum tiefblauen Ozean aus. Die kleinen, schmucken Gassen sind fein herausgeputzt, während die Sehenswürdigkeiten mit Dom und seiner Fensterrose sowie die vielen barocken Bauwerke um die Wette strahlen.

Alberobello – Die Stadt der Kegelhäuser

Am zweiten Tag stand ein absolutes Touristenziel auf dem Programm. Nach einem kurzen Transfer bin ich im kleinen Städtchen Alberobello gelandet. Der Ort ist wegen seiner niedlich anmutenden Kegelhäuser – den sogenannten Trulli – weltweit bekannt. Die runden Steinhäuser aus dem 14. Jahrhundert besitzen einen runden Grundriss und laufen zu einem Spitzdach zu. Schuppenartige, dunkle Bruchsteindächer verleihen den weiß getünchten Trulli sein charakteristisches Aussehen. Der Ort zählt seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe und zieht jährlich Tausende von Besucher an. In den Häusern sind mittlerweile überwiegend Souvenir-Shops und andere Trödelläden zu finden, die nicht unbedingt jedermanns Geschmack sind. Ich habe jedoch eine exklusive Tour durch Alberobello mit dem Reiseührer Mimmo erleben dürfen. Als echter Kenner der Stadt hat er uns in seine kleine, gemütliche Weinbar entführt und uns einen authentischen Einblick in die Geschichte und Architektur der „Zwiebelhäuser“ inklusive Weinverköstigung ermöglicht.

  • EWTC Blog Apulien Borgo Egnazia
    Kegelhäuser von Alberobello

Leider ist schon am dritten Tag nach dem Frühstück Schluss mit meinem Kurzbesuch im Borgo Egnazia. Mir bleiben viele, schöne Eindrücke von einem durch und durch perfekt abgestimmten und bestens organisierten Luxushotel. Leider eigneten sich die Frühjahrtemperaturen noch nicht für einen ausgelassenen Badeaufenthalt, der Blick auf den Beach Club samt Strandabschnitt machen jedoch Lust auf Sonne, Meer und Baden. Auch der schön angelegte Golfplatz, der an das Hotelgelände angrenzt, ist im ganzjährig geöffneten Resort einen Abschlag wert. Und wenn im Sommer auf der Piazza wilde und bunte Feste gefeiert werden, schlägt erst richtig das Herz des Borgo Egnazia und das Resortleben läuft auf Hochtouren.

  • EWTC Blog Apulien Borgo Egnazia
    Abends an der Piazza des Borgo Egnazia

Weitere Informationen rund um das Borgo Egnazia und zu weiteren Italien Hotels im Programm von EWTC finden Sie auf unserer Internetseite oder bei unseren Reiseexperten unter Telefon 0221 – 80 11 12 0.