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Luang Prabang – Die Stadt der tausend Tempel

Noch gibt es sie, die wahren Geheimtipps. Luang Prabang in Laos gehört dazu. Denn in dieser UNESCO-geschützten Stadt gibt es nicht nur die höchste Tempeldichte Asiens mit rund 300 „Wats“. Auch die mystische Umgebung an der Flussmündung des Mekong und die Exotik eines noch sehr ursprünglichen asiatischen Landstrichs machen Laos zum Highlight. Unsere Produktmanagerin Janine Tillmanns hat hier längere Zeit verbracht, kam nach vielen Jahren zurück – und wollte gar nicht mehr weg. In unserem EWTC-Blog schildert sie ihre persönlichen Eindrücke einer Rundreise durch die faszinierende “Stadt der tausend Tempel”. 

Luang Prabang – Die heimliche Hauptstadt Laos’

Wir erreichen Laos per Boot aus Nordthailand, die beiden Zielgebiete lassen sich perfekt miteinander verbinden. Wer die etwas längere Bootsfahrt scheut, kann aber auch direkt ab vielen größeren asiatischen Städten wie zum Beispiel Bangkok oder Singapur fliegen. Mein letzter Besuch liegt fast 10 Jahre zurück und ich bin ganz aus dem Häuschen, dass Luang Prabang, die historische Landeshauptstadt, bei unserer Ankunft immer noch den gleichen Zauber wie damals versprüht. Es gibt noch keine hässlichen Neubauten, nur diesen besonderen Mix aus französischer Kolonialzeit und asiatischer Tradition.

Straßenszene in Luang Prabang

Majestätisch, aber gleichzeitig mit dörflichem Charme verzaubert mich dieser Landstrich immer wieder. Vientiane ist die eigentliche Landeshauptstadt, doch mein Herz schlägt für Luang Prabang. Die Altstadt hat sich kaum verändert, seit gut 20 Jahren gehört sie zum UNESCO-Kulturerbe. Liebevoll schlängeln sich der Mekong und der Fluss Nam Khan um die Halbinsel, auf der die alte Königstadt erbaut wurde. Prachtvoll erstrahlen der kunstvoll gestaltete Königspalast und die vielen buddhistischen Tempel, Stupas und Klöster.

Königspalast Luang Prabang

Luang Prabang lässt sich ganz einfach zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden, viele Straßen gehören komplett den Fußgängern. Ich bin glücklich, wieder hier zu sein, und lasse mich direkt von der angenehmen und ruhigen Atmosphäre anstecken. Kleine Gassen, historische Häuser mit kolonialem Charme, Cafés und Restaurants sowie bunte Märkte laden zum Verweilen ein. Drei bis vier Tage sind perfekt, um diese prachtvolle Stadt mit ihren vielen Facetten zu erkunden.

Bettelgang der Mönche und bunte Märkte

Unsere Tour am nächsten Tag beginnt morgens gegen 5:30 Uhr. Wir treffen unseren Reiseleiter Herrn Bouachantha, um gemeinsam mit ihm die Altstadt zu erkunden. Den Auftakt an diesem Morgen macht die eindrucksvolle „Tak-Bath-Zeremonie“ – auch bekannt als Bettelgang der Mönche. In Luang Prabang gibt es noch über 30 aktive Klöster und Tempel. Entsprechend viele Mönche gibt es in der Stadt, ihr einziger Besitz besteht aus ihren orangefarbenen Roben und einer Schale für Essen. Sie verpflegen sich ausschließlich mit Almosen der gläubigen Buddhisten. Und so ziehen jeden Morgen Hundertschaften durch die Gassen in Richtung Sonnenaufgang, um das Essen für den Tag einzusammeln. Die Atmosphäre ist friedlich, würdevoll. Es ist einfach herzerwärmend zu beobachten, wie die Mönche die liebevoll zubereiteten Speisen der Anwohner und teilweise auch Touristen in Empfang nehmen. Das ist besonders bemerkenswert aufgrund der Tatsache, dass die Bevölkerung des Landes nicht gerade reich ist. Das Sprechen ist während dieser täglichen Zeremonie untersagt, daher tauschen wir unsere Eindrücke erst danach bei einem Croissant und lokalem Kaffee am Rande des Marktes aus. Die Kaffeezubereitung und einige Backwaren haben übrigens ihren Ursprung in der französischen Kolonialzeit.

  • Bettelgang der Mönche in Luang Prabang

Nächster Stopp ist der lokale Markt. Die Vielfalt der Waren ist wundervoll. Viele Einwohner aus den Bergen im Hinterland brechen bereits nachts auf, um den Markt rechtzeitig zu erreichen. Sie verkaufen hier viel Handarbeit, wie beispielsweise bunte Gewänder, handgeschöpfte Papierlampions oder gewebte Waren in leuchtenden Farben. Ich entscheide mich für einen handgewebten Schal, der später gut gegen die Sonne schützt. Wir schlängeln uns durch die vielen Gassen und beenden unseren Rundgang an einem Nudelsuppen–Restaurant. Eine typische Frühstückssuppe ist eine tolle Stärkung, bevor wir in die Altstadt weiterziehen, zum Königspalast und einigen wunderschön verzierten Tempeln wie Wat Xieng Thong und Wat Mai. Wir lassen uns ein wenig treiben und plaudern etwas später in einer Tempelschule mit einigen Novizen.

  • Markt in Luang Prabang

Nachdem wir die bunten Waren und Leckereien des Marktes begutachtet haben, wird es nun auch Zeit selbst Hand anzulegen, um eine köstliches laotisches Gericht zu zaubern. Ich mache mich auf zu einem weiteren Highlight meiner Reise: Im stadtbekannten Tamarind-Restaurant nehme ich an einem halbtägigen Kochkurs teil. Über meiner Feuerstelle dünste und brate ich mein eigens geschnippeltes Gemüse und Fleisch an und lerne so die Vielfältigkeit der laotischen Küche kennen. Salat mit Büffelfleisch, mit Hähnchenfleisch gefüllte Zitronengrashalme oder ein leckeres Dessert mit Mangostan stehen auf dem Speiseplan.

  • Kochkurs Luang Prabang

Heilige Berge und Höhlen in Luang Prabang

Was bei keinem Städte-Trip nach Luang Prabang fehlen darf, ist der Besuch des Mount Phousi. Wir entscheiden uns, die 328 Stufen zum heiligen Berg zum Sonnenuntergang zu erklimmen. Für die Anstrengung werden wir mit einem wunderschönen Ausblick über die Stadt, die Berge und den Mekong belohnt. Am Abend verwandelt sich ein Teil der Stadt in einen unendlich erscheinenden Nachtmarkt. Wir verweilen in einem mit Hunderten von Lampions dekorierten Restaurant und machen uns dann auf den Weg zurück ins Hotel.

Mount Phousi

Unsere Reise beinhaltet auch einen Abstecher zu den Pak Ou-Höhlen, in denen Hunderte von Buddha-Statuen in ganz unterschiedlichen Größen bestaunt werden können. Diese Höhlen sind nur mit dem Boot erreichbar. Dieser wunderschöne Tag klingt mit einem Sundowner auf einer Barke aus, einem kleinen Schiff, in dem wir auf dem Mekong dem Sonnenuntergang entgegenschippern.

Pak Ou Höhle

Übernachtung mit Kolonialflair

Eine exzellente Übernachtungsmöglichkeit in Luang Prabang ist das Luxusresort Amantaka. Wohnen Sie zentral in der Stadt und genießen Sie die geschmackvoll restaurierten und eingerichteten Räumlichkeiten des französischen Kolonial-Prachtbaus, der den Franzosen früher als Krankenhaus diente. Hervorragende Wellness-Angebote, ein vorzügliches Essens-Angebot, viel Platz und Ruhe zeichnen das Hotel mit seiner überaus angenehm und sympathischen Atmosphäre sowie schlichten Eleganz aus.

  • Amantaka Hotel Luang Prabang

Sie möchten die mystische Stimmung Luang Prabangs am Mekong persönlich erleben? Die 4-tägige EWTC-Rundreise bringt Ihnen die buddhistische und kulturelle Tradition von Laos sowie den Charme und die märchenhafte Lage der ehemaligen Königsstadt näher. Unsere Reiseexperten sind Ihnen unter Telefon 0221 – 80 11 12 0 gerne bei der Reiseplanung behilflich.