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Khmer und mehr: Kambodscha Rundreise

Kambodscha? Angkor Wat! Spätestens seit dem Lara Croft Film „Tomb Raider“ wurde die gigantische Tempelanlage weltberühmt. Und mit ihr das Reiseland Kambodscha, das gerade wie eine Lotusblume aufblüht. Unsere Produktmanagerin für Asien,  Janine Tillmanns, ist sich sicher, dass Reisen nach Kambodscha in den nächsten Jahren boomen werden. Zusammen mit  Holger Schuster, Asienexperte und Reiseberater bei EWTC, berichtet sie von ihrer Reise in eine faszinierende Region.

Das Königreich Kambodscha ist kulturhistorisch eines der interessantesten Länder Südostasiens. Im Reich der Khmer entstanden bis zum 15. Jahrhundert gigantische Tempelanlagen, die noch heute ihresgleichen in der Welt suchen. Jahrzehntelange Bürgerkriege und die Diktatur der Roten Khmer in den Siebzigerjahren brachten dem Staat wirtschaftliche Rückschläge. Doch inzwischen weist das kleine Land am Golf von Thailand zweistellige Wachstumsraten auf. Obwohl das ganze Land Kambodscha von Kultur über Natur bis Strand viel zu bieten hat, beschränken sich viele Touristen nur auf den Besuch der berühmten Tempel rund um Angkor Wat. Das ist schade! Denn die Hauptstadt Pnom Penh ist absolut sehenswert und die südlichen Inseln sind einfach nur traumhaft, weil noch fast unberührt und absolut authentisch.

Aber beginnen wir dennoch mit Angkor Wat – dem faszinierenden Ausgangspunkt jeder Kambodscha-Rundreise. Die im 11. Jahrhundert erbaute Tempelstadt (Angkor=Stadt; Wat=Tempel) ist zu Recht das Wahrzeichen Kambodschas. Die gesamte Anlage ist riesig. Auf einer Gesamtfläche von über 200 Quadratkilometern verteilen sich mehr als 1000 Tempel und Heiligtümer aus der Khmer-Kultur. Man sollte schon ein bis zwei Tage für die Besichtigung der verschiedenen Tempel einplanen. Am meisten Spaß macht das per Tuk-Tuk oder Fahrrad, denn dann kann man individuell bestimmen, welchen Tempel man wann besucht und antizyklisch die Massen von vor allem asiatischen Touristen umgehen, die mit großen Reisebussen ihr Besichtigungsprogramm absolvieren.

Etwa fünf Kilometer nördlich des Angkor Archaeological Parks liegt die kleine Stadt Siem Reap. Tagsüber ein sehr beschaulicher Ort, der abends zum Leben erwacht. In der sogenannten Pub Street reiht sich eine Bar an die andere. Alte VW-Busse werben mit bunten Lichtern und lauter Musik um Kundschaft. Hier treffen sich Touristen aus aller Welt auf ein Bier. Die Restaurants in Siam Reap locken mit ihren Köstlichkeiten. Neben landestypischer Khmer-Küche wird von asiatischen bis internationalen Spezialitäten alles serviert, was das Herz begehrt. Einen Besuch wert ist auch der Nachtmarkt mit Kunstartikeln bis Souvenirs.

Hundemüde fallen wir abends in die komfortablen Betten des Park Hyatt Siam Reap Hotels. Ein luxuriöses Haus mit sehr zentraler Lage. Und trotz seiner Nähe zum Nachtmarkt und zur Pub Street, ist es hier sehr ruhig und idyllisch – eine feine Oase mit schönem Innenhof.

Nach zwei Tagen Tempelbesichtigungen und gefühlten 1000 Handyfotos (vor allem der „Lara Croft“-Tempel Ta Phrom mit seinen riesigen Baumwurzeln hat es uns angetan), fliegen wir nach Pnom Penh. Wir übernachten im Raffles Hotel Le Royal – einem geschichtsträchtigen Haus im französischen Kolonialstil. Ganz traditionell und edel wird hier nachmittags der Tee serviert. Probieren Sie unbedingt die verführerischen Köstlichkeiten vom Chocolate Buffet in der Elephant Bar! Der Besuch des Königspalastes und der Silberpagode muss noch sein, dann geht es schon weiter mit dem Auto in Richtung Süden. Auf unserer gut dreistündigen Fahrt bekommen wir authentische Einblicke in Land und Leute.

Unser Ziel im Südosten: die Region Kep. Bis in die 1970er Jahre war die kleine Küstenstadt Kep das beliebteste Seebad Kambodschas. In der französischen Kolonialzeit entstanden hier prachtvolle Villen. Dann kamen die Roten Khmer und zerstörten alles. Seit einigen Jahren werden die Gebäude wieder restauriert und zu neuem Leben erweckt. Ein sehr gelungenes Beispiel ist die ehemalige Residenz des Governeurs und des Prinzen von Kambodscha.  Der außergewöhnliche Komplex wurde in den 1960er Jahren von einem Schüler von Le Corbusier errichtet. Heute ist es ein modernes Lifestyle-Hotel. Das Knai Bang Chatt Resort ist unser Ausgangspunkt für Ausflüge in den nächsten Tagen. Wir besuchen den Crab Market und lassen uns die nachtblauen Krabben zeigen, die in Kep eine Spezialität sind. Direkt am Krabbenmarkt gibt es einige einfache Restaurants. Hier sitzt und isst man mit Blick auf die bunten Fischerboote und das blaue Wasser. Köstlich sind die mit Kampot-Pfefferrispen gedünsteten Garnelen – der Pfeffer aus der Nachbarregion Kampot zählt zu den besten und teuersten Pfeffersorten der Welt.

Unser nächster Ausflug führt uns nach Koh Tonsay. Das Inselparadies ist auch bekannt als Rabbit Island. Hier gibt es noch das wahre Robinson-Crusoe-Feeling, denn die Insel ist nahezu unberührt und traumhaft schön. Wir schnorcheln, machen einen kleinen Entdeckungsspaziergang und lassen uns anschließend von unserem Chefkoch bei einem Meeresfrüchte-Barbecue verwöhnen.

  • Knai Bang Chatt Resort

Unsere Kambodscha Rundreise endet hier.  Wer noch ein paar mehr Tage Zeit zur Verfügung hat, sollte unbedingt noch einen Abstecher nach Song Saa Private Island unternehmen. Das wunderschöne Eco-Resort liegt inmitten unberührter Natur und lockt mit privater Atmosphäre, höchstem Komfort, Wellness, Wassersport und kulinarischem Hochgenuss.

Einige unserer Kunden setzen auch ihre Reise von Kambodscha über das Mekong Delta bis nach Ho Chi Minh City fort. Auf der 3-Tages-Reise Abenteuer Mekong erkunden Sie das typische Leben im Mekong Delta mit schwimmenden Märkten, Obstgärten, Reisfeldern und unzähligen kleinen Kanälen, die sich entlang des Mekongs schlängeln. Sehr farbenfroh und ursprünglich! Sie übernachten entlang des Mekongs in äußerst luxuriösen Hotels mit Charme aus der Jahrhundertwende.