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Karibik-Reise Teil 2: Saint Lucia

Lust auf karibisches Lebensgefühl, Sonne, Meer und tropische Vegetation? Dann empfehlen wir Saint Lucia, sozusagen der Prototyp einer Karibikinsel, wie wir sie uns vorstellen. Durchschnittstemperaturen von 25 bis 31 Grad, ein sanft wehender Passatwind, palmengesäumte Sandstrände und romantische Buchten machen die Insel zum perfekten Sehnsuchtsziel. Dazu noch tiefgrüner Regenwald, zwei berühmte Berge und vor allem wirklich herzliche Menschen, deren Lebensfreude ansteckt. Garantiert! Nicht ohne Grund wird Saint Lucia auch als das „geheime Weltzentrum der Lässigkeit“ bezeichnet.

Saint Lucia liegt in der südöstlichen Karibik und gehört zu den Kleinen Antillen. Mit nur 616 Quadratkilometern ist die Insel vergleichsweise klein, nicht einmal so groß wie Hamburg oder Berlin. Doch welcher Ort auf der Welt kann schon von sich behaupten, zwei Nobelpreisträger – Sir William Arthur Lewis für Wirtschaft und Derek Walcott für Literatur – hervorgebracht zu haben? Und immer schon war sie heiß begehrt: 14 Mal nahmen sich in der Kolonialzeit Franzosen und Briten gegenseitig die Insel ab und hinterließen dabei tiefe Spuren in Kultur, Küche und Gesellschaft. So ist die Amtssprache zwar Englisch, doch sprechen die meisten Einheimischen Patois, eine ganz eigene Kreolsprache mit französischen Wurzeln. Viele Orte tragen noch französische Namen und auch die Küche hat deutlich frankophile Einflüsse. Das englische Erbe zeigt sich auf andere Weise: So herrscht auf der Insel Linksverkehr und Kricket gehört zu den Lieblingssportarten der Einheimischen. Die kriegerische Vergangenheit kann man auch heute noch auf der Halbinsel Pigeon Island erspüren, wo die Überreste von Fort Rodney liegen. Viel schöner ist jedoch die Aussicht auf das Karibische Meer oder die „Black Magic“. Der Zweimaster von Käpt´n Jack Sparrow aus „Fluch der Karibik“ – in dem mehrteiligen Blockbuster bekannt als „Black Pearl“, schnellstes Schiff der Karibik – ist bei kleinen und großen Piraten-Fans sehr beliebt. Auch ein anderer Hollywood-Held beehrte Saint Lucia: Superman flog im zweiten Teil der Film-Saga zwischen den berühmten Piton-Gipfeln/Bergen hindurch und an den Klippen hinunter. „Superman’s Flight“ heißt hier seitdem ein extrem steiler Drifttauchgang.

Farbenfrohe Feste und Feiern

Mit Leidenschaft widmen sich die Saint Lucianer auch einem anderen Thema – dem Feiern. Der wohl einzigartige kulturelle Mix und die karibische Mentalität sind es, die auch Besucher sofort mitreißen, ob beim Karneval im Sommer, beim Jazz & Arts Festival im Mai oder beim Nationalfeiertag am 22. Februar. Ganz besonders aber tauchen Urlauber bei den schon legendären Straßenpartys in diese Lebensfreude ein, die in vielen Orten der Insel stattfinden. Zum Beispiel beim Friday Night Jump up in Gros Islet – da wummert der Beat jeden Freitagabend an einer Straßenkreuzung, Touristen tanzen mit Einheimischen, Rum-Punsch und Barbecue schmecken allen.

Regenwald und Zuckerhüte

Je weiter südlich man kommt, desto ruhiger und beschaulicher wird es. Und plötzlich ist er überall, der Regenwald. Über 19.000 Hektar breitet er sich wie ein grüner Teppich über die Landschaft und bedeckt selbst den mit 950 Metern höchsten Berg der Insel, den Mount Gimie. Die beiden Wahrzeichen Saint Lucias – die majestätischen Zwillingsgipfel Petit und Gros Piton, die wohlgeformt wie Zuckerhüte mehr als 700 Meter aus dem Meer ragen – sind UNESCO-Weltnaturerbe. So wie sie besteht die komplette Insel aus einem ganz besonderen Stoff: Vor Jahrmillionen erlebte sie ihren Urknall, als Lava aus den Tiefen des Meeres emporgeschleudert wurde, erkaltete und Land bildete. Noch heute brodelt es im Untergrund. Die Vulkankegel der Pitons, natürliche Mineralbäder und die heißen Schwefelquellen von Sulphur Springs, dem einzigen Drive-in-Krater der Karibik, zeugen davon.

Aktiv auf Saint Lucia

Besonders für Aktivurlauber ist die Insel auf und unter Wasser, an Land und in der Luft ein wahres Eldorado. Die Palette reicht vom Wandern oder Mountainbiken über Segeln, Tauchen, Kite- und Windsurfen bis hin zum Reiten oder Ziplining. Eine spannende, wenn auch etwas schweißtreibende Tour, ist die Besteigung des Gros Piton. Sie dauert rund vier Stunden und wird anschließend gerne mit einem flüssigen Piton, dem heimischen Bier, belohnt. Ein Ausritt entlang der Atlantikküste im Norden mit Strandpicknick und gemeinsamem Bad im Meer (für Pferd und Reiter) ist ein Spaß für Anfänger wie Profis. Wer hingegen lieber ein paar PS mehr unter sich hat, unternimmt eine Jeep-Safari oder Quad-Tour über Berge und durch Bananenplantagen. Dabei lohnt sich ein Stopp im Botanischen Garten, der mit seinen Lehrpfaden und Wasserfällen nicht nur Naturbegeisterte anspricht.

Wie man auch seinen Lebensstil gestaltet – von der lässigen Lebensweise der Saint Lucianer bleibt keiner unberührt. Und so reichen wenige Tage vor Ort aus, um den Schritt zu verlangsamen, das Sprechtempo zu drosseln und die Nahrungsaufnahme nach europäischem Maßstab endlos in die Länge zu ziehen. Willkommen im „geheimen Weltzentrum der Lässigkeit“.

 

Unsere Hoteltipps für Saint Lucia:

SAINT LUCIA
Jade Mountain
Der Blick im Jade Mountain ist einfach umwerfend: Von dem einzigartigen Resort aus blicken die Gäste auf die Küste mit zwei majestätischen, zackigen Bergen, den berühmten Pitons. Dazu fasziniert die außergewöhnliche Konstruktion mit ihren organischen Formen, Teichen, Kaskaden, Brücken, Stegen, Natursteinwänden, bunten Fliesen und exotischen Pflanzen – ein Ort, wie aus einem James Bond Film.

SAINT LUCIA
Anse Chastanet
Das Hotel Anse Chastanet auf der Insel St. Lucia zeigt sich romantisch, tropisch und farbenfroh. Besonders beeindruckend ist der Blick auf die beiden markanten Berge, die Pitons. Es liegt an zwei sanften Traumstränden mit silberfarbenem Sand – nur wenige Stufen den Hügel hinunter – und ist umgeben von dichter Vegetation.

 

SAINT LUCIA
Sugar Beach, A Viceroy Resort
Das „Sugar Beach, A Viceroy Resort“ befindet sich in dem Haupthaus einer ehemaligen Zuckerrohrplantage aus dem 18. Jahrhundert. Es liegt in unmittelbarer Nähe zu den beiden Pitons, den Hügelspitzen und Wahrzeichen der Insel. Karibisches Flair und moderne Elemente werden in dem Hotel eindrucksvoll kombiniert.

 

 

Hier geht es in die Dominikanische Republik zu unserem ersten Teil unserer Karibik-Reise.