Qatar

Die Halbinsel Qatar am Persischen Golf, zwischen Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten, beeindruckt mit ihrer ursprünglichen Tradition und arabischen Kultur. Die Hauptstadt Doha lockt mit einem gelungen Mix aus modernen Museen, orientalischen Märkten, großen Einkaufszentren und luxuriösen Hotels. Abenteuerlustige werden von den Wüstensafaris mit Geländewagen inklusive Übernachtung in den Dünen begeistert sein.

Informationen Qatar

Auf dem traditionellen Souk Waqif duftet es nach Kardamom und Koriander, während die belebte Bucht von Doha zum Flanieren einlädt. Ein moderner Wind mit einem Hauch Glamour weht um die ehrgeizigen Bauprojekte, schönen Strände und luxuriösen Hotels. Abenteuerlustige begeistert eine Wüstensafari im Geländewagen mit Übernachtung in den stimmungsvollen Sanddünen.

Die erdölreiche Halbinsel Qatar befindet sich nordöstlich der Arabischen Halbinsel zwischen Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im Süden grenzt es an Saudi-Arabien, mit allen anderen Seiten an den Persischen Golf. Ein Korallenriff umgibt das Land, das sich maximal 160 Kilometer auf der Nord-Süd-Achse und 80 Kilometer von West nach Ost ausdehnt. Nahezu die gesamte Fläche besteht aus flacher Sand-, Salz- oder Geröllwüste. Nur im Süden erheben sich einige Dünen. Gesäumt wird die Halbinsel von einigen ruhigen, oft kilometerlangen Traumstränden. Das Staatsgebiet umfasst zudem einige kleine Inseln.

Über eine Million der insgesamt 1,7 Millionen Einwohner leben in Qatars Hauptstadt Doha (arabisch: Aal-Dawha). Weniger als 20 Prozent der Bevölkerung sind Qatarer. Die anderen 80 Prozent stammen überwiegend aus Asien und anderen arabischen Ländern. Mit einem der höchsten jährlichen Pro-Kopf-Einkommen und einer der niedrigsten Kriminalitätsrate der Welt lässt es sich hier sehr gut leben.

Der Islam ist Staatsreligion und dominiert die religiöse Ausrichtung der Bevölkerung. Obwohl die deutlich geringere Zahl an Hindus oder Christen ihren Religionen ungehindert nachkommen, ist das öffentliche Leben muslimisch geprägt. Um der Kultur mit dem nötigen Respekt begegnen zu können, sollten Besucher einige wenige islamische Bräuche kennen:
- Freitag ist der heilige Tag im Islam (vergleichbar mit dem Sonntag im Christentum).
- Jeder Muslim begibt sich einmal im Leben auf die Hajj, eine Pilgerreise in die Heilige Stadt Mekka in Saudi-Arabien.
- Fünf Mal täglich beten die Moslems, mit dem Gesicht nach Mekka gewandt. Die Zeiten variieren je nach Stand der Sonne. Der Mohezin ruft die Gläubigen heute nicht mehr nur vom Minarett aus zum Gebet, sondern bedient sich moderner Technik: Seine Gesänge sind per Lautsprecher in weiten Teilen der Städte zu hören.
- Manche Muslime beten auch außerhalb der Moscheen. Aus Höflichkeit verzichten Touristen darauf, die Betenden durch Blicke zu belästigen oder gar deren Gebetsmatten zu betreten.

Die Landessprache ist Arabisch. Im Geschäftsleben und in den Hotels hat sich Englisch als zweite Sprache durchgesetzt.

Die offizielle Währung ist der Qatar Riyal (QR), der sich in 100 Dirham (Dh) unterteilt. Die Umrechnung ist fest an den US-Dollar gekoppelt (1 US-Dollar = 3,64 QR). Rechnungen begleicht man am unkompliziertesten mit einer gängigen Kreditkarte (z.B. Visa, MasterCard). Bargeld gibt es an den Bankautomaten und Wechselstuben in vielen Hotels. Reiseschecks (am besten in US-Dollar) sind eine gute Alternative und können nahezu überall eingelöst werden.

Deutsche Staatsbürger müssen bei Einreise einen Reisepass vorlegen, der nach dem geplanten Ausreisdatum noch mindestens sechs Monate gültig ist. Auf dieser Grundlage erhalten Touristen  und Geschäftsreisende am Flughafen ein Visum für 30 Tage. Hierfür fällt eine Gebühr in Höhe von 100 Qatar Riyal (ca. 22 Euro) an, die mit Kreditkarte beglichen werden kann. Eine Verlängerung um weitere 30 Tage ist gegen erneute Zahlung des gleichen Betrags möglich. Ein vorläufiger Reisepass reicht zur Visaerteilung am Flughafen vor Ort nicht aus. Wer nur ein solches Dokument besitzt, muss ein Visum bereits vor der Einreise einholen.

Die nationale Fluggesellschaft Qatar Airways fliegt mehrmals wöchentlich nonstop von Frankfurt, München, Berlin, Wien und Zürich nach Doha. Auch die Lufthansa bietet eine Flugverbindung zwischen Frankfurt und Doha an. Ein Direktflug von Deutschland dauert etwa sechs Stunden. Zudem steuern viele Airlines (z.B. Gulf Air, Emirates) Doha regelmäßig mit Zwischenlandung (etwa in Bahrain oder Dubai) an.

Das Straßennetz um Doha ist sehr gut ausgebaut mit breiten, gut beleuchteten und meist mehrspurigen Fahrbahnen. Es ist in englischer und arabischer Sprache beschildert. Es herrscht Rechtsverkehr. Ein nationaler Führerschein reicht offiziell aus, viele Autovermietungen verlangen jedoch die Vorlage eines internationalen Führerscheins. Taxifahren ist in Qatar recht günstig.

Der Zeitunterschied zu Deutschland beträgt während der Sommerzeit plus eine Stunde, ansonsten plus zwei Stunden (MEZ +2).

Durch die elektrischen Leitungen fließt Wechselstrom mit 240 Volt und 50 Hertz. Zum Anschluss ist üblicherweise ein dreipoliger Netzstecker erforderlich. Flache Eurostecker können so verwendet werden, für Schukostecker benötigt man einen Adapter. In den Hotelzimmern ist oft wenigstens eine Steckdose entsprechend präpariert und weitere Adapter auf Anfrage zu haben.

Die Landesvorwahl für Qatar ist 00974. Um ein Ferngespräch nach Deutschland zu führen, wählt man 0049.



Feste und Feiertage
Ramadan 2012: 20. Juli - 19. August (voraussichtlich)
Ramadan 2013: 09. Juli - 08. August (voraussichtlich)
Ramadan 2014: 28. Juni - 28. Juli (voraussichtlich)