Wie in einem Märchen aus Tausendundeine Nacht: Der Oman hat sich seine orientalische Ursprünglichkeit bewahrt. Die Mystik der Weihrauchstraße und die über 5000-jährige Seehandelstradition des Sultanats sind bis heute in den sagenumwobenen Häfen und Festungen spürbar. Bizarre Gebirgszüge, idyllische Oasen und scheinbar endlose Wüsten ziehen Omanreisende ebenso in ihren Bann wie die weißen Sandstrände und steilen Klippen an der Küste.
Der Oman befindet sich am südöstlichen Ausläufer der Arabischen Halbinsel. Mit einer Fläche von 309.500 Quadratmetern ist das Sultanat größenmäßig mit Deutschland vergleichbar. Im Süden grenzt es an die Republik Jemen, im Westen an Saudi-Arabien und im Norden an die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Die Ostküste liegt am Arabischen Meer, die Nordküste am Golf von Oman. Zudem besitzt der Oman im Norden zwei Enklaven im Areal der VAE: Madha und die Halbinsel Musandam.
Die 1.700 Kilometer Küstenlinie bietet viele unberührte Strände und hochaufragende Berge. Das Landesinnere ist geprägt von kargen Sandwüsten, etwa dem Leeren Viertel, mit erfrischenden Oasen. Im abwechslungsreichen Nordoman dominieren die Wahiba-Wüste und das beeindruckende Hajar-Gebirge. Liebevoll restaurierte Festungen lassen Besucher hier in vergangene Zeiten eintauchen. Auch Muscat, die vergleichsweise gemütliche Hauptstadt des Omans, hat sich seinen historischen Charme bewahrt. Die felsigen Buchten entlang der Küste von Muscat laden zum Baden ein.
Im Oman leben rund 2,9 Millionen Einwohner. Die etwa 820.000 Ausländer darunter stammen überwiegend aus Indien und Pakistan oder aus anderen arabischen Ländern, von den Philippinen sowie aus Europa und den USA. 83 Prozent der Gesamtbevölkerung sind jünger als 35 Jahre.
Die Landessprache ist Arabisch. Im Geschäftsleben und in den Hotels wird üblicherweise auch Englisch gesprochen.
Die omanische Währungseinheit ist der Omani Rial (R.O.). Er unterteilt sich in 1.000 Baizas und ist fest an den US-Dollar gekoppelt. Ein Omani Rial entspricht 2,60 US-Dollar. Hotels, Restaurants und Geschäfte akzeptieren die gängigen Kreditkarten. Für den Geldwechsel vor Ort werden US-Dollar empfohlen. Auch Reisechecks sollten in der US-Währung mitgebracht werden. Bargeld kann unproblematisch mittels Kredit- oder EC-/Maestro-Karte und PIN-Code an Bankautomaten abgehoben werden.
Zur Einreise in den Oman wird neben einem Reisepass, der noch sechs Monate nach Einreise gültig ist, ein Visum benötigt. Bürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie aus den meisten anderen EU-Ländern erhalten dieses bei Einreise am Flughafen oder den wichtigsten Grenzübergangsstellen. Das Visum kostet 53 US-Dollar (20 Omani Rial) und berechtigt zu einem Aufenthalt für 30 Tage bei einmaliger Einreise. Auch wer über das Emirat Dubai anreist, benötigt ein gesondertes Visum für den Oman. Das Visum oder der Einreisestempel des Emirats Dubai reicht in diesem Fall in der Regel nicht aus (Ausnahme: Bei Einreise über Dubai auf dem Luftweg mit dem gültigen Einreisestempel des Emirats Dubai fällt eine reduzierte Gebühr in Höhe von 5 Omani Rial an).
Oman Air bietet Direktflüge von München, Frankfurt, London und Paris nach Muscat an. Andere Fluggesellschaften wie Emirates, Etihad, Lufthansa oder Qatar Airways fliegen die omanische Hauptstadt von München, Frankfurt, Zürich oder Wien mit Zwischenstopp in Dubai, Abu Dhabi oder Qatar an. Ein Flug dauert je nach Verbindung etwa sechs bis neun Stunden. Je nach Reiseziel im Oman empfiehlt es sich auch, in Dubai zu landen und auf dem Landweg einzureisen. Salalah, etwa 1000 Kilometer südwestlich von Muscat, erreicht man am besten mit einem Inlandsflug der Oman Air. Das Straßennetz ist gut ausgebaut und auf Englisch beschildert. Wer das Sultanat mit dem Mietwagen erkunden möchte, benötigt einen internationalen Führerschein zusammen mit dem nationalen. Im Rechtsverkehr gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h, Anschnallpflicht und absolutes Alkoholverbot.
Der Zeitunterschied zu Deutschland beträgt während der Sommerzeit plus zwei Stunden, ansonsten plus drei Stunden (MEZ+3).
Das Stromsystem basiert auf 220 bis 240 Volt Wechselstrom mit 50 Hertz und britischen Dreipolsteckern. In den Hotelzimmern liegen oft Adapter bereit oder sind auf Anfrage an der Rezeption erhältlich.
Die Landesvorwahl für den Oman ist 00968. Um von dort ein Telefonat nach Deutschland zu führen, wählt man 0049 vor. Am günstigsten sind Ferngespräche von öffentlichen Telefonzellen mit Telefonkarte. Bequemer aber auch teurer geht es vom Hotelzimmer aus.
Feste und Feiertage
Ramadan 2012: 20. Juli - 19. August (voraussichtlich)
Ramadan 2013: 09. Juli - 08. August (voraussichtlich)
Ramadan 2014: 28. Juni - 28. Juli (voraussichtlich)




