Bahrain ist stolz auf seine moderne Rennstrecke. Durch sie ging das Königreich 2004 als erstes arabisches Gastgeberland in die Formel-1-Geschichte ein. Seine Fortschrittlichkeit veranschaulicht das Inselarchipel ohnehin gern mit Prestigeobjekten: Eines davon ist die künstliche Inselwelt Durrat Al Bahrain mit 2.000 Villen, 3.000 Apartments, Golfplatz, Einkaufskomplexen, Freizeitanlagen und Yachthäfen.
„Zwei Meere“ – so lautet der Name Bahrain übersetzt. Er bezieht sich zum einen auf den Persischen Golf, der den Inselstaat umgibt. Zum anderen verweist die Bezeichnung auf die vielen natürlichen Süßwasserquellen, die im Norden des Landes entspringen. Mit nur 760 Quadratkilometern Fläche und 1,2 Millionen Einwohnern (davon rund 50 Prozent Ausländer) ist Bahrain einer der kleinsten Staaten der Golfregion. Das Archipel besteht aus drei größeren und 30 kleinen Inseln. Sie befinden sich nordwestlich von Qatar im Persischen Golf. Bahrain ist der Küste von Saudi-Arabien vorgelagert und mit dessen Festland durch eine Brücke verbunden.
Anders als in den meisten arabischen Ländern ist der Genuss von Alkohol in Bahrain erlaubt. Der Tourismus aus den konservativeren Nachbarstaaten blüht daher. Mit luxuriösen Hotelanlagen und einem erweiterten Flughafen will das Königreich im Persischen Golf vermehrt internationale Besucher anziehen. Neben dem Tourismus setzt Bahrain auf eine weitere Karte, um dem Versiegen der Ölquellen zu entgegnen, und hat die Hauptstadt Manama zu einem geschäftigen Finanzzentrum entwickelt. Circa 200.000 Menschen leben und arbeiten in der Stadt, in der unzählige Banken und Filialen internationaler Bankhäuser in repräsentativen Glas- und Stahlbauten logieren.
Der Islam gilt als offizielle Staatsreligion und dominiert die religiöse Ausrichtung der Bevölkerung. Grundsätzlich herrscht Kulturfreiheit im Land, das als einer der tolerantesten Golfstaaten gilt. Das alltägliche Leben ist aber klar muslimisch geprägt. Besucher sollten sich entsprechend verhalten, sich in der Öffentlichkeit zum Beispiel eher dezent, moderat kleiden. Innerhalb der Hotels sind westliche Standards üblich. Um der Kultur der Einheimischen mit dem nötigen Respekt begegnen zu können, sollten Touristen einige wenige islamische Bräuche kennen:
- Freitag ist der heilige Tag im Islam (vergleichbar mit dem Sonntag im Christentum).
- Jeder Muslim begibt sich einmal im Leben auf die Hajj, eine Pilgerreise in die Heilige Stadt Mekka in Saudi-Arabien.
- Fünf Mal täglich beten die Moslems, mit dem Gesicht nach Mekka gewandt. Die Zeiten variieren je nach Stand der Sonne. Der Mohezin ruft die Gläubigen heute nicht mehr nur vom Minarett aus zum Gebet, sondern bedient sich moderner Technik: Seine Gesänge sind per Lautsprecher in weiten Teilen der Städte zu hören.
- Manche Muslime beten auch außerhalb der Moscheen. Aus Höflichkeit verzichten Touristen darauf, die Betenden durch Blicke zu belästigen oder gar deren Gebetsmatten zu betreten.
Arabisch ist die Amtssprache. Englisch ist als Geschäftssprache sowie in den Hotels weit verbreitet.
Der Bahraini Dinar (BD) unterteilt sich in 1.000 Fils. Die Währung ist fest an den Dollarkurs gekoppelt (1 US-Dollar = 378 Fils). Rechnungen begleicht man am einfachsten mit einer gängigen Kreditkarte (z.B. Visa, MasterCard). Auf den traditionellen Souks jedoch wird in der Regel nur Bargeld akzeptiert. Möglichkeiten zum Geldwechseln gibt es am Flughafen, in größeren Hotels und in Wechselstuben. In Manama sowie in einigen Hotels kann Bargeld in der Landeswährung auch mit Kredit-/Bankkarte an Geldautomaten abgehoben werden. Reiseschecks sollten in US-Dollar ausgestellt sein.
Für deutsche sowie für die meisten europäischen Staatsbürger reicht zur Einreise ein (vorläufiger) Reisepass aus, der noch sechs Monate nach dem geplanten Ausreisedatum gültig sein muss. Bei Ankunft am Flughafen erhalten sie damit gegen Gebühr (ca. 10 Euro; zahlbar auch in Euro) ein Touristenvisum. Es wird direkt in den Pass gestempelt und berechtigt zu einem Aufenthalt von maximal 14 Tagen.
Gulf Air fliegt täglich, die Lufthansa dreimal wöchentlich von Frankfurt nach Bahrain. Der Direktflug nach Manama dauert etwa sechs Stunden. Etihad Airways, Qatar Airways oder Emirates Airlines bieten regelmäßige Alternativen mit Zwischenstopp in Abu Dhabi, Doha oder Dubai.
In Bahrain herrscht Rechtsverkehr. Es wird ein internationaler Führerschein zusammen mit dem nationalen verlangt. Verkehrsschilder sind meist in arabischer und englischer Sprache gehalten.
Der Zeitunterschied zu Deutschland beträgt plus zwei Stunden bzw. während der Sommerzeit plus eine Stunde (MEZ+2).
Durch die elektrischen Leitungen fließt Wechselstrom mit 220/230 Volt und 50 Hertz. Zum Anschluss ist üblicherweise ein dreipoliger, britischer Netzstecker erforderlich. In hochwertigen Hotels ist oft mindestens eine Steckdose im Zimmer so präpariert, dass Flache Eurostecker nutzbar sind. Zusätzliche Adapter werden auf Anfrage zur Verfügung gestellt.
Die Landesvorwahl für Bahrain ist 00973. Um ein Ferngespräch nach Deutschland zu führen, wählt man 0049.
Feste und Feiertage
Ramadan 2012: 20. Juli - 19. August (voraussichtlich)
Ramadan 2013: 09. Juli - 08. August (voraussichtlich)
Ramadan 2014: 28. Juni - 28. Juli (voraussichtlich)




